So läuft der Verkaufsprozess für das Hotel Schiff in Rheinfelden
Die Schützen Rheinfelden AG will das Hotel Schiff verkaufen. Bis Ende September konnten unverbindliche Angebote eingereicht werden. Gemäss Verwaltungsrat gibt es verschiedene Interessenten. Mit ihnen sollen in den ...
So läuft der Verkaufsprozess für das Hotel Schiff in Rheinfelden
Die Schützen Rheinfelden AG will das Hotel Schiff verkaufen. Bis Ende September konnten unverbindliche Angebote eingereicht werden. Gemäss Verwaltungsrat gibt es verschiedene Interessenten. Mit ihnen sollen in den nächsten Wochen weitere Gespräche geführt werden.
Valentin Zumsteg
Eines ist klar: Ende Oktober schliesst das Hotel Schiff in der Rheinfelder Marktgasse seinen Betrieb, am 28. Oktober ist es zum letzten Mal geöffnet. Wie es danach weitergeht, bleibt hingegen weiterhin offen. Die Schützen Rheinfelden AG als Eigentümerin will die Liegenschaft verkaufen; ein reiner Hotelbetrieb passe nicht zur Strategie (die NFZ berichtete). Im Juli hat der Verkaufsprozess offiziell begonnen, bis am 30. September konnten Interessenten unverbindliche Angebote einreichen.
«Es besteht eine Nachfrage»
«Der Verwaltungsrat freut sich, dass eine Nachfrage für die Liegenschaft besteht. Unterschiedliche Gruppierungen haben sich gemeldet und ihr Interesse durch die Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung bestätigt», erklärt Roland Berger, Vizepräsident des Verwaltungsrates, auf Anfrage der NFZ. Wie viele Angebote konkret eingingen, dazu äussert sich das Unternehmen nicht. Nur soviel: «Der Verwaltungsrat ist in der angenehmen Situation, dass er mit mehreren Interessierten vertiefte Gespräche führen kann. Er beurteilt die aktuelle Situation als positiv.» Die nächsten Wochen sollen zeigen, wie sich der Verkauf konkretisieren wird. «Der Verwaltungsrat nimmt positiv zur Kenntnis, dass es sich bei den Interessierten vor allem um Rheinfelden-Nahestehende handelt», heisst es weiter.
Besonders interessant ist für die Rheinfelderinnen und Rheinfelder, was mögliche künftige Eigentümer für Pläne mit der Liegenschaft haben. Auch dazu lassen sich die Verantwortlichen der Schützen AG noch nicht in die Karten schauen: «Interessant ist, dass verschiedene Nutzungsvarianten vorgeschlagen wurden. Es wurden durchdachte Konzeptansätze entwickelt. Reine Spekulationsangebote waren nicht dabei.»
Gibt es eine Zwischennutzung?
Eine Arbeitsgruppe der Schützen AG sichtet nun die eingegangenen Angebote. Sie wird mit den Interessenten Gespräche führen und dem Verwaltungsrat einen Vorschlag bezüglich des weiteren Vorgehens unterbreiten. «Vorbereitungen werden getroffen und weitere Dokumente aufbereitet, damit die Interessierten eine vertiefte Due Diligence durchführen können.» Insgesamt laufe der Verkaufsprozess wie geplant. «Der vom Verwaltungsrat verabschiedete Zeitplan kann eingehalten werden.» Vorgesehen ist somit nach wie vor, dass der Verkauf bis im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden kann.
Im Idealfall steht das Hotel Schiff mit seinem beliebten Restaurant aber auch nach der Schliessung Ende Oktober nicht einfach leer. Dazu heisst es vom Schützen: «Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich nun intensiv, wie eine Lösung für eine Zwischennutzung aussehen kann.» Die Zeit eilt.