Der Kanton Aargau gilt als Vorreiter der Arbeitsmarktintegration. Bundesrat Beat Jans hat das Ausbildungszentrum Swiss Logistics in Rupperswil besucht. Dank des Netzwerks «Kooperation Arbeitsmarkt» finden auch Stellensuchende mit erschwerten Voraussetzungen dauerhaft Zugang zum ...
Der Kanton Aargau gilt als Vorreiter der Arbeitsmarktintegration. Bundesrat Beat Jans hat das Ausbildungszentrum Swiss Logistics in Rupperswil besucht. Dank des Netzwerks «Kooperation Arbeitsmarkt» finden auch Stellensuchende mit erschwerten Voraussetzungen dauerhaft Zugang zum Arbeitsmarkt. Entscheidend sei, dass jene Menschen arbeiten könnten, die bereits hier lebten – Geflüchtete, ältere Stellensuchende oder WiedereinsteigerInnen. Der Kanton Aargau beweise, dass dies funktioniert, wenn alle Fäden beim RAV als ‹Single Point of Contact› zusammenliefen, sagte der Vorsteher des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vor den Medien in Rupperswil. «Integration lohnt sich immer, für alle», so Bundesrat Beat Jans weiter. Angesichts der bevorstehenden Abstimmung über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» brauche es zusätzliche Anstrengungen, diese inländischen Arbeitskräfte zuerst zu nutzen. Das bestätigt auch Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): «Wo gibt es noch unausgeschöpftes Arbeitskräftepotenzial in der Schweiz? Einen wichtigen Hebel stellen Personen auf Stellensuche dar. Diese verkörpern unausgeschöpftes Potenzial.» «Damit Menschen mit schwierigen Startbedingungen Arbeit finden, müssen viele Räder präzis ineinandergreifen», unterstrich Volkswirtschaftsdirektor Dieter Egli. Um den sogenannten Drehtüreffekt – ständige Wechsel zwischen Anlaufstellen ohne klare Zuständigkeit – zu vermeiden, haben das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau und die SVA Aargau im Jahr 2019 die «Kooperation Arbeitsmarkt» lanciert. Das Netzwerk verbindet Regionale Arbeitsvermittlung, Invalidenversicherung, kantonale Integrationsförderung, Sozialdienste interessierter Gemeinden, Unternehmen und Verbände.
Damit die Integration gelingt, braucht es auch engagierte Unternehmen und Verbände. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Aargauer Modell wirkt: Per Ende Februar 2026 lag die Erwerbsquote der Personen aus der Ukraine mit mindestens drei Jahren Aufenthaltsdauer im Aargau bei 56 Prozent, während der gesamtschweizerische Durchschnitt 46 Prozent betrug. (nfz)