Mit der Grundsteinlegung ist bei FlexBase ein weiteres Etappenziel erreicht
Im Beisein von vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fand am Freitag die Grundsteinlegung für das Technologiezentrum aufenburg (TZL) der FlexBase Group statt. «Heute ist ...
Mit der Grundsteinlegung ist bei FlexBase ein weiteres Etappenziel erreicht
Im Beisein von vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fand am Freitag die Grundsteinlegung für das Technologiezentrum aufenburg (TZL) der FlexBase Group statt. «Heute ist ein wahrer Freudentag», so Marcel Aumer, Gründer und CEO der FlexBase Group.
Susanne Hörth
Das Strahlen der Sonne passte bestens zur Stimmung auf dem grossen Bauareal der Flex-Base. Deren CEO Marcel Aumer zeigte in einem kurzen Rückblick die bisherigen Meilensteine des entstehenden Technologiezentrums Laufenburg auf. Seine Vision für ein KI-Rechenzentrum mit riesigem Redox-Flow-Batteriespeicher wurde konkret, als er im September 2023 in Laufenburg den geeigneten Standort dafür fand. Der Spatenstich für das Technologiezentrum fand am 5. Mai 2025 statt. Und nun, 13 Monate später, konnte mit der Grundsteinlegung in der riesigen, 27 Meter tiefen Baugrube bereits das nächste Etappenziel erreicht werden. «Heute ist ein wahrer Freudentag», so Aumer.
Ein Riesenwunder
Architekt Christian Frei sprach von einem Riesenwunder. Vor zwei Jahren hätte sich wohl kaum jemand vorstellen können, dass ein Projekt in dieser gigantischen Grössenordnung realisiert und dann auch noch in einem unglaublichen Tempo umgesetzt werde. «Und das nicht in China, sondern hier in der Schweiz, hier in Laufenburg.» Ein eigentlich unmögliches Projekt habe dank dem Mitmachen der Beteiligten allen Hindernissen zum Trotz schnell vorangetrieben werden können. «Es ist spannend, es bleibt spannend», meinte Frei.
Unmögliches möglich machen
Es habe immer Unternehmen gegeben, die scheinbar Unmögliches möglich gemacht haben, griff Giuseppe Santagada eine Aussage seines Vorredners auf. Santagada ist CEO der Erne Gruppe, welche als Generalunternehmerin für das Technologiezentrum Laufenburg verantwortlich ist. Er sprach auch den Mut an, den es braucht, etwas anzupacken, dessen Ausgang man nicht wirklich kennt. Er lobte die pragmatische Art der Zusammenarbeit aller. Dies habe dazu geführt, dass ein Projekt, das weltweit ohne vergleichbare Beispiele sei, in seiner Umsetzung gut vorwärtskomme und nun bereits die Grundsteinlegung stattfinde. Was dafür alles bisher bewegt worden ist und noch bewegt werden wird, machte der Erne-CEO mit einigen Zahlen deutlich: Für den Abtransport der insgesamt 480 000 Kubikmeter Aushub sei alle zwei Minuten ein Lastwagen voll Material von der Baustelle weggefahren. «Für den Neubau werden 110 000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Es braucht 22 000 Tonnen Armierungseisen. Das entspricht dreimal dem Gewicht des Eiffelturms.» Das gesamte Bauvolumen von 864 000 Kubikmetern entspräche demjenigen von rund 1000 Einfamilienhäusern.
Und wieder eine Pionierarbeit
Dass das Technologiezentrum in Laufenburg entsteht, freute ebenfalls Stadtammann René Leuenberger. Die Stadt habe schon mehrfach Pionierarbeit geleistet. Leuenberger erinnerte dabei an den Kraftwerkbau vor mehr als hundert Jahren. Es war das erste Kraftwerk Europas, das quer zum Fluss gebaut wurde. 1958 wurde dann der «Stern von Laufenburg» gebaut. «Es war der Start für das europäische Stromnetz», sagte Leuenberger. Anfänglich drei, laufen heute über 40 europäische Stromnetze in Laufenburg zusammen. Ein idealer Ort für Marcel Aumer und sein Vorhaben. «Es wird ein Leuchtturmprojekt, das weit über das Fricktal hinaus strahlen wird.»
Marcelina Aumer, die Ehefrau von Marcel Aumer, legte anschliessend die Dokumente in die bereitstehende Zeitkapsel. Das Loch für diese grub Marcel Aumer mit dem Bagger gleich selbst. In der Zeitkapsel befindet sich auch ein Brief, genauer ein Zukunftsbrief von Marcel Aumer. «Was für uns heute Vision, Verantwortung und Anfang ist, ist für Sie längst Teil Ihrer Wirklichkeit geworden», spricht er spätere Generationen an. Er hofft, dass diese erkennen, dass da einst Menschen am Werk waren, die daran geglaubt haben, dass technologische Entwicklung und Verantwortung zusammengehören. Energie, Technologie und Nachhaltigkeit dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Es lohnt sich, früh Verantwortung zu übernehmen. «Aus Überzeugung, aus Respekt und mit Blick auf die Zukunft.»