Laufenburger Stimmvolk genehmigt Ruf-Taxi mit Ergänzungsantrag
Vom Ortsteil Sulz mit dem Postauto weiter Richtung Brugg fahren, ist nicht möglich. Die ÖV-Lücke zwischen Sulz und Mönthal zu schliessen, dafür soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, verlangt die Laufenburger ...
Laufenburger Stimmvolk genehmigt Ruf-Taxi mit Ergänzungsantrag
Vom Ortsteil Sulz mit dem Postauto weiter Richtung Brugg fahren, ist nicht möglich. Die ÖV-Lücke zwischen Sulz und Mönthal zu schliessen, dafür soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, verlangt die Laufenburger Gemeindeversammlung.
Susanne Hörth
An seiner ersten Gemeindeversammlung als Laufenburger Stadtammann so viele Anwesende begrüssen zu dürfen, freute René Leuenberger. 194 der insgesamt 2020 Stimmberechtigten hatten sich am Freitagabend in der Stadthalle zur «Gmeind» eingefunden. Erfreuliches konnte der Stadtrat zur Rechnung 2025 mitteilen: Statt eines budgetierten Minus von rund 500 000 Franken schliesst sie mit einem Plus von 1,76 Millionen Franken ab. Hauptgrund dafür sind Steuernachzahlungen juristischer Personen. Trotz dieser guten Nachricht gilt es in den kommenden Jahren, den Schuldenberg von derzeit über 50 Millionen Franken abzubauen. Die Rechnung 2025 wurde ebenso angenommen wie die Einbürgerung mehrerer Personen.
Um Einbürgerungen ging es auch bei der revidierten Gemeindeordnung. Sie wurde nach der Ablehnung zweier Abänderungsanträge genehmigt. Die nicht angenommenen Anträge zielten einerseits darauf ab, die Zuständigkeit für Einbürgerungen bei der Gemeindeversammlung zu belassen, und andererseits darauf, die bisherigen Bezeichnungen «Gemeindeammann/ Stadtammann» anstelle der neuen Titel «Gemeindepräsident/in bzw. Stadtpräsident/in» beizubehalten.
Diskussionslos genehmigt wurde zudem die Gesamtrevision der Nutzungsplanung und Siedlung. An der Versammlung vor einem Jahr waren einzelne Punkte zur Überarbeitung an den Stadtrat zurückgewiesen worden.
Busverbindung bleibt ein Wunsch
Zu längeren Diskussionen führte die vom Stadtrat vorgeschlagene Einführung eines Ruftaxi-Angebots sowie einer Mitfahrplattform für Pendler. An der Sommergemeindeversammlung vor einem Jahr war der Stadtrat beauftragt worden, Lösungsvorschläge für die ÖV-Verbindungslücke des Ortsteils Sulz Richtung Brugg auszuarbeiten. Vorausgegangen war eine von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern in Sulz unterzeichnete Petition. Anstelle kostenintensiver zusätzlicher Postauto-Kurse schlug der Stadtrat eine Subvention von 40 000 Franken für Ruftaxi und Mitfahrplattform während einer Pilotphase vor. Nach zahlreichen Wortmeldungen wurde dem Antrag inklusive eines Ergänzungsantrags zugestimmt. Der Stadtrat ist nun beauftragt, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die einen neuen Vorschlag zur Schliessung der ÖV-Verbindungslücke Richtung Brugg ausarbeitet.
Dank der bewilligten 50 000 Franken kann die Stadt vier mobile Bäume (Winterlinden) für die Altstadt beschaffen. Die grossen Pflanzgefässe können bei Bedarf verschoben werden.
Zustimmung erhielten auch die 460 000 Franken für die Sanierung der Holzschnitzelfeuerung im Schulhaus Sulz sowie die 160 000 Franken für den Ersatz der Pumpen beim Abwasserpumpwerk in Rheinsulz.
Verschiedenes
Weil die Apotheke im XL-Zentrum saniert und erweitert wird, musste für die benachbarte Bibliothek Laufenburg ein neuer Standort gefunden werden (die NFZ berichtete). Wie Vizeammann Martin Steinacher erklärte, konnte im Löwensaal in der Altstadt ein geeigneter Raum gefunden werden. «Aktuell werden die notwendigen baulichen Massnahmen sowie der Terminplan vertieft geprüft», sagte Steinacher. Schon länger eine Bauruine ist der ehemalige Kindergarten Dürrenbächli in Laufenburg. Nun verschwindet das einsturzgefährdete und entsprechend eingezäunte Gebäude inklusive Untergeschoss. Der Rückbau mit anschliessender Umgebungsgestaltung findet von Ende Juni bis Mitte Juli statt.