Nach turbulentem Saisonstart zurück in der Spur
29.09.2026 Rheinfelden, SportFC Rheinfelden: Der Drittligist hat sich stabilisiert
Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt und dem anschliessenden Rücktritt von Trainer Zoran Lujic hat sich die erste Mannschaft des FC Rheinfelden sportlich stabilisiert. Es folgte eine Serie der Ungeschlagenheit und am vergangenen ...
FC Rheinfelden: Der Drittligist hat sich stabilisiert
Nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt und dem anschliessenden Rücktritt von Trainer Zoran Lujic hat sich die erste Mannschaft des FC Rheinfelden sportlich stabilisiert. Es folgte eine Serie der Ungeschlagenheit und am vergangenen Samstag ein 4:3-Auswärtssieg in Dornach.
Der Start in die neue Saison der 3. Liga verlief für den FC Rheinfelden alles andere als nach Wunsch. Nach zwei Niederlagen erklärte Zoran Lujic überraschend seinen Rücktritt als Trainer der ersten Männer-Mannschaft. Für den Verein bedeutete dies, kurzfristig eine Lösung f inden zu müssen. Tobias Nyffeler – als wichtiger Bestandteil des bisherigen Trainerteams – erklärte sich erfreulicherweise bereit, als Trainer im neuen Team weiterzumachen. Kenneth Aspin und Daniel Fritschi stiessen ad interim zum Trainerteam dazu.
Im Vordergrund stand zunächst, der Mannschaft wieder Stabilität und Vertrauen zu geben. Die Reaktion fiel positiv aus: Mit Siegen und Unentschieden blieb Rheinfelden seit dem Trainerwechsel ohne weitere Niederlage. Dabei zeigte die Mannschaft insbesondere defensiv Fortschritte und trat als geschlossene Einheit auf.
Ein 4:3-Sieg in Dornach
Dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, wurde beim Auswärtsspiel am Samstag in Dornach allerdings deutlich. Rheinfelden fand nur schwer in die Partie und geriet durch ein Tor von Kim Rudin in der 16. Minute früh in Rückstand. In der 20. Minuten wurde Tim Vaterlaus steil geschickt, er gewann das Laufduell und wurde durch den heraustürmenden Torwart von SC Dornach zu Fall gebracht. Dieser sah für diese Notbremse die rote Karte. Aus dem daraus entstandenen Freistoss gelang kein Tor und kurz danach gelang SC Dornach nach einem Missverständnis in der Defensive von Rheinfelden und trotz Unterzahl sogar die 2:0-Führung.
Doch dass viel Charakter in der Mannschaft steckt, sollte noch einige Male an diesem Abend ersichtlich werden und mit den frühen Einwechslungen von Dario Lujic und Dmytro Nazarov in der 30. Minute schien eine neu gewonnene Entschlossenheit entstanden zu sein. So war es dann auch Dario Lujic, der die Vorlage für das zwischenzeitlich verdiente 2:1-Anschlusstor von Tim Vaterlaus spielte. Noch in der ersten Halbzeit folgten die Einwechslung von Erik Ammann für den gesundheitlich angesch lagenen Lars Schieber und das 2:2 durch Aaron Ammann nach Vorlage von Tim Vaterlaus.
Unmittelbar nach Wiederbeginn legten die Gäste nach und gingen erstmals durch Tim Vaterlaus in Führung. Spielerisch blieb der Auftritt jedoch fehlerhaft. Rheinfelden verlor zu viele Bälle, brachte zu wenig Ruhe in die eigenen Aktionen und ermöglichte Dornach dadurch immer wieder gefährliche Situationen. In der 61. Minute glich Kilian Schröter für die Gastgeber zum 3:3 aus.
In Überzahl zwei Tore zuzulassen, kann die Moral einer Mannschaft schwer dämpfen, nicht bei dieser Mannschaft, welche entschlossen die erneute Führung anstrebte und diese dann als Resultat von Kampfwillen auch nach einem Eckstoss gelang. Symptomatischer für den Abend hätte das Tor von Erik Ammann nicht sein können, der Eckball kam zum 2. Pfosten, wurde irgendwie von Nils Moens ins Zentrum gebracht und dort irgendwie von Erik Ammann ins Tor befördert. Der Erfolg war weniger das Ergebnis einer überzeugenden spielerischen Leistung als vielmehr Ausdruck einer intakten Mentalität. Trotz eines frühen Zwei-Tore-Rückstands, zahlreicher Ungenauigkeiten und des zwischenzeitlichen Ausgleichs gab Rheinfelden die Partie nie auf. Gerade nach den unruhigen ersten Saisonwochen ist diese Widerstandsfähigkeit ein positives Zeichen. Gleichzeitig weiss das Trainerteam, dass die Leistung in Dornach nicht der eigene Anspruch sein kann. In den kommenden Spielen wird es darum gehen, die zuletzt gewonnenen Resultate mit mehr spielerischer Sicherheit zu verbinden.
Wohin der Weg führt
Die nächsten Begegnungen werden zeigen, ob der FC Rheinfelden seine Serie fortsetzen und sich in der Tabelle weiter nach vorne orientieren kann. Parallel dazu läuft die Suche nach einer längerfristigen Lösung für die Trainerposition weiter. Bis diese gefunden ist, führen Kenneth Aspin, Daniel Fritschi und Tobias Nyffeler die Mannschaft gemeinsam weiter. Nach dem schwierigen Saisonstart hat sich die Ausgangslage jedenfalls spürbar verbessert. Der 4:3-Erfolg in Dornach war kein Glanzstück – aber ein weiterer Beleg dafür, dass die Mannschaft wieder an sich glaubt und auch schwierige Spiele für sich entscheiden kann.

