Nach Bronze zwei EM-Goldmedaillen

  12.05.2026 Frick, Sport

Die Schweizer Gewehrfrauen mit der Fricker Olympiasiegerin Chiara Leone zeigen an der EM in Osijek (CRO) ihr ganzes Können: Nach Bronze am Freitag im Team gewann das Trio am Sonntag im Liegend- und auch im Dreistellungswettkampf zwei Goldmedaillen.

Im Dreistellungskampf über 50 Meter sicherten sich Fricks Olympiasiegerin Chiara Leone, Emely Jäggi und Vivien Jäggi den Titel. Das Trio setzte sich in einem Krimi mit 18:16 gegen Deutschland durch. Es war bereits die zweite Goldmedaille an diesem Sonntag. Am Vormittag hatten die drei Schweizerinnen bereits im Liegendwettkampf über 50 Meter Gold in der Teamwertung gewonnen. In der Einzelwertung verpassten Leone und die beiden Jäggi-Schwestern hingegen eine Medaille.

Bereits in der ersten Runde der Qualifikation lieferten sich Emely Jäggi, Chiara Leone und Vivien Jäggi am Sonntag ein heisses Kopfan-Kopf-Rennen mit den Polinnen. Doch mit einem Top-Resultat von 1327-81x Ringen liessen die Schweizerinnen alle hinter sich zurück und qualifizierten sich souverän für den Gold Medal-Match. Im Final verlief der Start dann alles andere als ideal: Deutschland legte stark los und ging nach den ersten beiden Schüssen mit 4:0 in Führung. Zwar kam die Schweiz danach besser in den Wettkampf, doch nach fünf Schüssen lagen die Deutschen weiterhin mit 6:4 vorne. Beim Stand von 4:4 war es insbesondere Emely Jäggi, die mit einer starken 10,7 dafür sorgte, dass die Schweiz den Anschluss hielt. Ab dem sechsten Schuss kippte die Partie zugunsten des Schweizer Trios. Nach dem 6:6-Ausgleich übernahmen die Schweizerinnen erstmals die Führung und bauten diese mit drei gewonnenen Serien in Folge bis auf 12:6 aus. Deutschland liess sich jedoch nicht abschütteln und verkürzte Schritt für Schritt. Auch als die Schweiz nach der elften Serie dank Punkteteilung mit 13:9 vorne lag und Emely Jäggi in der zwölften Serie erneut eine 10,7 erzielte, blieb der Final hochdramatisch.

In der Schlussphase kämpfte sich Deutschland bis zum 15:15 zurück. Danach zeigte die Schweiz grosse Nervenstärke: Emely Jäggi schoss in der 16. Serie das Punktemaximum von 10,9, womit die Schweiz das 16:16 sicherte. Olympiasiegerin Chiara Leone meinte nach dem Wettkampf: «Damit hat sie uns gerettet und eine Runde weitergebracht.» In der entscheidenden 17. Serie behielt das Schweizer Trio die Oberhand und machte mit dem 18:16 den Goldgewinn perfekt.

Stark auch in der Einzelwertung
Auch in der Einzelwertung überzeugten die Schweizerinnen mit geschlossener Stärke. Emely Jäggi war mit 626,4 Zählern beste Schweizerin und belegte den 6. Rang. Direkt dahinter folgte ihre grosse Schwester Vivien Jäggi mit 624,4 Punkten auf Rang 8. Chiara Leone komplettierte das starke Schweizer Resultat mit 622,2 Ringen und Rang 16. «Die Team-Medaille zeigt deutlich, dass auch für Einzel-Medaillen nicht viel gefehlt hat. Letztendlich braucht es auch für Team-Gold Top-Leistungen, was wir heute geschafft haben», so Chiara Leone. Am Freitag war der Frickerin der Start in den Wettkampf nicht richtig gelungen. Obwohl sie sich kniend vorher gut gefühlt habe, sei der Start resultatmässig «völlig in die Hose» gegangen», so die Profi-Schützin. Umso wichtiger sei gewesen, ruhig zu bleiben. «Ich konnte mich zusammenreissen und liegend effizient schiessen.» Mit dem Punktemaximum von 200 Zählern kämpfte sich Leone eindrücklich zurück ins Rennen. Am Ende resultierte für das Team die Bronzemedaille. (mgt/nfz))


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