«Mittelfristig in die 1. Liga aufsteigen»
01.11.2026 Fricktal, SportDas 2. Liga-Team des FFT Fricktal – nach vielen Wechseln im Aufwärtstrend
Nach einem einschneidenden Generationenwechsel ist das Frauenteam auf bestem Weg, sich in der 2. Liga zu etablieren. Auf Dauer dort bleiben, soll es allerdings nicht. Eine Bestandesaufnahme zur Saisonhälfte.
...Das 2. Liga-Team des FFT Fricktal – nach vielen Wechseln im Aufwärtstrend
Nach einem einschneidenden Generationenwechsel ist das Frauenteam auf bestem Weg, sich in der 2. Liga zu etablieren. Auf Dauer dort bleiben, soll es allerdings nicht. Eine Bestandesaufnahme zur Saisonhälfte.
Simone Rufli
«Es könnte mehr sein», räumt Patrick Probst (Frauenverantwortlicher des FC Rheinfelden und administrierender Leiter des FFT Fricktal) ein und meint den 8. Tabellenplatz nach der Hinrunde. Obwohl: Der harzige Start kam nicht überraschend. Er war die logische Folge einer ganzen Reihe von Veränderungen im Teamgefüge. «Am Ende der letzten Saison haben gleich sechs erfahrene Spielerinnen mit Fussball aufgehört», so Patrick Probst. Er stand bis zum Ende der vergangenen Saison als Cheftrainer des Zweitliga-Teams des Frauenfussball Teams (FFT) Fricktal an der Seitenlinie. A nschliessend unterstützte er mit Ruth Graf den neuen Cheftrainer Ivan Lujic bis vor zwei Wochen mit Zoran Lujic, der neu als Assistenztrainer verpflichtet werden konnte.
Trotz der vielen Wechsel blickt Probst sehr zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte. Auch dafür gibt es einen guten Grund: «Dank des vor zwei Jahren aufgegleisten Förderprogramms waren wir in der Lage, die Abgänge gut zu kompensieren und junge Spielerinnen ins erste Team zu integrieren.» Dass der sportliche Erfolg in den ersten Meisterschaftspartien etwas auf sich warten liess, sei kein Grund zur Beunruhigung. «Die jungen Spielerinnen mussten sich zuerst an die Physis und an das Tempo der 2. Liga gewöhnen.» Ruhe bewahren, geduldig bleiben, auch wenn das Spiel nicht optimal läuft, «das sind weitere Fähigkeiten, die Erfahrung voraussetzen und genau die fehlte den jungen Spielerinnen zu Beginn der Saison.»
Die Entwicklung stimmt, die Lernkurve steigt
Die gute akribische Arbeit des jungen Trainers Ivan Lujic trage nun aber langsam Früchte und die Zusammenarbeit mit Zoran Lujic gestalte sich gewinnbringend, so Probst. «Das Selbstvertrauen der Spielerinnen und die Lernkurve steigen. Das sieht man auch an den Resultaten ab Mitte der Hinrunde. Die Tendenz ist klar aufwärts und die Entwicklung des Teams stimmt mich sehr zuversichtlich.»
Die aktuelle Rangierung in der Tabelle sei für ihn kein Grund, nervös zu werden. Ganz im Gegenteil: «Ich bin sicher, dass sich das Team auf gutem Weg zu einem etablierten 2. Liga-Team befindet.»
Lückenlose, attraktive Perspektive
Mit Etablieren begnügen will sich Probst längerfristig allerdings nicht. Das mittelfristige Ziel: der Aufstieg in die 1. Liga. «Ich denke, das könnte in zwei bis drei Jahren realistisch sein.» Perfekt wäre es dann, so Probst, wenn das heutige 3. Liga-Team in einem zweiten Schritt den Aufstieg in die 2. Liga schaffen und das 4. Liga-Team in die 3. Liga nachrücken würde. «So könnten wir den Juniorinnen und Spielerinnen weiterhin eine lückenlose und attraktive Perspektive im Fricktal bieten.»
Patrick Probst will den Frauenfussball im Fricktal nachhaltig stärken und das mit talentierten Spielerinnen aus der Reg ion. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Juniorinnenarbeit beim FC Rheinfelden und beim FC Frick. Ziel sei es, die Trainingsmöglichkeiten noch professioneller auszubauen. In Frick kann das FFT bereits heute auf dem Kunstrasen trainieren. «Hoffentlich kann in naher Zukunft auch in Rheinfelden ganzjährig auf Kunstrasen trainiert werden.» Zudem soll die Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Vereinen vertieft werden.
«Mit all diesen Faktoren und dieser Pyramide an Aufstiegsmöglichkeiten soll dies langfristig eine solide Nachwuchsbasis sichern», so Probst.

