Susanne Hörth
Mein Bekannter kommt gerade aus Thailand zurück. Zwei Wochen Sonne, Kultur, exotische Landschaften – und, wie er betont, «nur ein bisschen» Wartezeit bei der Flughafenkontrolle. Alles in allem ein Abenteuer, sagt er. Ein Erlebnis.
Dann fragt ...
Susanne Hörth
Mein Bekannter kommt gerade aus Thailand zurück. Zwei Wochen Sonne, Kultur, exotische Landschaften – und, wie er betont, «nur ein bisschen» Wartezeit bei der Flughafenkontrolle. Alles in allem ein Abenteuer, sagt er. Ein Erlebnis.
Dann fragt er mich, was ich denn so gemacht habe. Ferien? Nein. Aber Schönes, Spannendes, Kulturreiches, Sportliches – und das alles an einem einzigen Tag, ganz ohne Jetlag und das auch noch in bester Gesellschaft. Gemeinsam mit einer Gruppe von rund 50 Fricktalerinnen und Fricktalern war ich im Bundeshaus.
Die Kontrolle dort beim Einstieg muss sich vor keinem internationalen Flughafen verstecken. Ist man dann drinnen, findet man sich mitten im Abenteuer Architektur, Geschichte und Politik wieder. Kunst begegnet einem überall. Da Skulpturen von wichtigen Persönlichkeiten, dort Holzschnitzereien, die von hoher Handwerkskunst zeugen. Dann die Fenster, die so kunstvoll sind, dass man sich fragt, ob man sie überhaupt noch putzen darf. Und Gemälde, die so gross sind, dass man unweigerlich erfahren möchte, wie es der Künstler geschafft hat, eine solch riesige Fläche so detailgetreu zu bemalen.
Dank der kompetenten Führung durch den Zeiher Nationalrat Christoph Riner erfahren und erleben wir sehr viel. Ich lerne im ehrwürdigen, riesengrossen Gebäude zudem auch noch: Politik ist nicht nur Debatte, sondern auch Ausdauertraining. Wir wandern durch Gänge, die länger sind als manche Wanderwege und wir trainieren unsere Knie beim Steigen von vielen, ganz vielen Treppen.
Und dann die Landschaften! Mein Bekannter schwärmt von Stränden und Dschungeln. Ich hingegen habe aus den grossen Fenstern des Bundeshauses bis zu den Alpen geschaut.
Als ich ihm das alles erzähle, nickt er beeindruckt. «Oha», sagt er. «s’Bundeshuus z’Bärn isch würkli e Reis wert.»