Susanne Hörth
Jedes Jahr dasselbe, jedes Jahr aber noch ein bisschen mehr.
Unsere quirlige Hündin ist wirklich liebenswert. Sie mag alles und jeden. Wahrscheinlich lädt sie deshalb bei unseren täglichen Waldspaziergängen ganz viele der dort ...
Susanne Hörth
Jedes Jahr dasselbe, jedes Jahr aber noch ein bisschen mehr.
Unsere quirlige Hündin ist wirklich liebenswert. Sie mag alles und jeden. Wahrscheinlich lädt sie deshalb bei unseren täglichen Waldspaziergängen ganz viele der dort zuhauf vorhanden, speziellen Artgenossen ein, mit uns nach Hause zu kommen. Sie können sich wahrscheinlich schon denken, worum es geht. Ja, diese doofen Zecken.
Wir haben alles gegen diese wenig willkommenen Blutsauger unternommen. Mussten nach Ausprobieren aller möglichen, scheinbar hochwirksamen Hausmittelchen, letztlich aber doch auf die vom Tierarzt empfohlene Tablette zurückgreifen.
Dabei wäre es so einfach, meinte ein Bekannter. «Lasst doch endlich die Kühe in den Wäldern grasen. Dann ist auch bald das hohe Gras am Wegrand weg und mit ihm die lästigen Zecken.»
Kühe im Wald – warum eigentlich nicht? Ein bisschen Alpenidylle zwischen hohen Tannen, ein freundliches Muhen zur Begrüssung, und das Gras am Wegrand wäre wahrscheinlich wirklich schon bald weg.
Allerdings sehe ich schon die Schlagzeile vor mir: «Waldspaziergängerin mit Hund von neugieriger Kuhherde verfolgt – Zecken weiterhin flüchtig.»
Denn eines weiss ich bereits jetzt ganz genau: Unsere Hündin würde diese neuen Waldmitbewohner genauso begeistert begrüssen wie die bisherigen. Und während sie fröhlich mit den Kühen Freundschaft schliesst, würden die Zecken vermutlich in ihre winzigen Fäuste lachen und sagen: «So gut, noch mehr Auswahl!»