Susanne Hörth
Weil es gerade einfach dazu gehört, reden wir heute einmal mehr über das Wetter. Das Wetter hält sich ja bekanntlich an vieles, nur nicht an Vorgaben. Kaum hat der Juni die Tür aufgemacht, stolpert schon die Hitze herein, als hätte sie sich im ...
Susanne Hörth
Weil es gerade einfach dazu gehört, reden wir heute einmal mehr über das Wetter. Das Wetter hält sich ja bekanntlich an vieles, nur nicht an Vorgaben. Kaum hat der Juni die Tür aufgemacht, stolpert schon die Hitze herein, als hätte sie sich im Kalender verlesen. Dabei sind die Hundstage 2026 doch erst vom 23. Juli bis 23. August festgesetzt.
Korrekt, wie wir sind, fühlen wir uns fast dazu veranlasst, das Wetter höflich auf sein Versehen aufmerksam zu machen: «Sehr geehrtes Wetter, Sie sind zu früh erschienen. Bitte warten Sie im Schatten, bis Sie aufgerufen werden.» Aber das Wetter hört ja nicht zu. Man fragt sich unweigerlich, was uns dann erst in der offiziell heissesten Phase des Sommers erwartet.
Und warum heissen die Hundstage überhaupt so? Das schlaue Internet nennt uns den Stern Sirius, den sogenannten Hundsstern. Einst lag der Zeitpunkt, an welchem er gemeinsam mit der Sonne aufging Ende Juli/Anfang August. Diese kosmische Doppel wurde als Start der Hundstage bezeichnet. Inzwischen hat sich die Erd- und damit auch die Zeitachse verschoben, und Sirius kommt erst rund vier Wochen später zum Vorschein. Was nichts daran ändert, dass es früher heiss wird.
Und unsere Hunde daheim? Die liegen im Schatten, hecheln entspannt und denken sich vermutlich: «Nennt es Hundstage, nennt es Katzentage – Hauptsache, jemand bringt endlich das kalte Wasser.»