Susanne Hörth
«Weisst du das…?», begann der achtjährige Bub mit einer kecken Mischung aus Ernst und Spass. «Bleibt das Gewicht eigentlich immer gleich, wenn ich ein Ei unterschiedlich zubereite? Also Spiegelei, hartes Ei, Drei-Minuten-Ei, Eischnee, ...
Susanne Hörth
«Weisst du das…?», begann der achtjährige Bub mit einer kecken Mischung aus Ernst und Spass. «Bleibt das Gewicht eigentlich immer gleich, wenn ich ein Ei unterschiedlich zubereite? Also Spiegelei, hartes Ei, Drei-Minuten-Ei, Eischnee, Rührei …?».
Ich fühle mich gerade, als ob ich rohe Eier unter den Füssen hätte. Muss ich doch zugeben, dass mich ein Achtjähriger gerade mit einer wirklich gescheiten Frage über ein Ei intellektuell an die Wand gestellt hat.
Die Idee, die verschiedenen Eispeisen zuzubereiten und sie dann zu wiegen, verwerfen wir schnell. Denn der Blick in den Kühlschrank zeigt, da sind nur noch zwei Eier. «Wenn Du Hühner hättest, könnten wir jetzt nachschauen gehen, ob sie Eier gelegt haben», grinste mich der Jüngling frech an. An dieser Stelle könnten wir nun auch noch darüber philosophieren, wer war zuerst, das Ei oder das Huhn. Wir lassen es sein und stellen dafür dem Internet die Ei-Zubereitungs-Gewichtsfrage. Es verrät uns, dass sich das Gewicht des Eies bei der Zubereitung der verschiedenen Varianten kaum verändert.
«Gilt das auch bei Strausseneiern?»
Für mich bleibt am Schluss die Erkenntnis, nicht das Ei des Kolumbus ist schwer zu knacken, vielmehr sind es die Fragen eines Kindes.