Susanne Hörth
Halloween ist gerade vorbei, da stehen die Räben schon bereit. Kinder und Eltern schnitzen, damit an den Räbeliechtliumzügen bald alles schön leuchtet. In den Geschäften ist mittlerweile Weihnachten eingekehrt. Es glitzert, als hätte der ...
Susanne Hörth
Halloween ist gerade vorbei, da stehen die Räben schon bereit. Kinder und Eltern schnitzen, damit an den Räbeliechtliumzügen bald alles schön leuchtet. In den Geschäften ist mittlerweile Weihnachten eingekehrt. Es glitzert, als hätte der November nur eine einzige Aufgabe: möglichst rasch Dezember zu werden.
Dazwischen meldet sich noch die Fasnacht. Zumindest am 11.11. möchte auch sie kurz vorbeischauen.
Unser Hauseingang könnte langsam einen Belegungsplan gebrauchen. Kürbis bis Dienstag, Räbe ab Mittwoch, danach kurz Konfetti und anschliessend freie Bahn für den Weihnachtsglanz. Kaum hat sich der Kürbis an seinen Platz gewöhnt, wird hinter ihm schon gescharrt. Sein Grinsen würde ihm vergehen, wenn er wüsste, dass sein Platz längst von einem Rentier beansprucht wird.
Ein klein wenig stressig ist dieses Aneinanderreihen von Anlässen schon. Nicht die Feste selbst, die sind ja schön. Aber der ständige Kulissenwechsel! Alles will geschnitzt, aufgehängt, beleuchtet und irgendwann wieder in die richtige Kiste versorgt werden. Frau will schliesslich nichts verpassen. Am Ende trägt die Räbe eine Samichlausmütze, und der Kürbis bekommt vorsichtshalber einen Stern. Dann sind wir wenigstens bis Ende Jahr auf der sicheren Seite.
Dabei wirbelt der Herbst – wie schon in der Kolumne vor einer Woche erwähnt – noch fröhlich die Blätter herum und denkt gar nicht daran, seine ganz persönliche Dekoration abzuräumen. Im Gegenteil: Er legt täglich nach. Ein bisschen Gold auf die Treppe, etwas Rot an den Gartenzaun, eine Handvoll Gelb vor die Tür. Und kaum haben wir alles zusammengewischt, liefert er bereits die nächste Kollektion.