Mit «Seegfrörni» aufs Glatteis
02.05.2026 FrickTheaterverein Staffeleggtal feiert am 7. Mai Premiere in Fricks Monti: «Ziehen Sie sich warm an!», rät der Theaterverein Staffeleggtal und lädt in diesem Jahr ein zu «Seegfrörni», einem Schwank in zwei Akten. Doch Achtung! Die Temperaturen sind tief, ...
Theaterverein Staffeleggtal feiert am 7. Mai Premiere in Fricks Monti: «Ziehen Sie sich warm an!», rät der Theaterverein Staffeleggtal und lädt in diesem Jahr ein zu «Seegfrörni», einem Schwank in zwei Akten. Doch Achtung! Die Temperaturen sind tief, das Portemonnaie ist leer und das Eis ist dünn.
Simone Rufli
«Seegfrörni» ist ein Stück, das sich mit wenigen Theaterleuten spielen lässt. «Wir sind in diesem Jahr nicht viele auf der Bühne.
Ein paar pausieren, anderen ist es gerade zu viel neben diversen weiteren Verpflichtungen», sagt Claudia Balz, seit über zwanzig Jahren Präsidentin des Theatervereins Staffeleggtal. Seit Januar proben die Theaterleute zweimal pro Woche in der Scheune des ehemaligen Circus Nock in Oeschgen. Die Aufführungen finden wie gewohnt im Kultursaal von Fricks Monti statt. Dort im Café findet denn auch das Treffen mit der NFZ statt. Mit dabei Markus Schmid – er führt zum 13. Mal Regie – und Michel Birri, der Gast-Spieler. Beim Treffen an diesem Mittwochabend nicht dabei sind Werner Gasser und Myrtha Ackle.
Vom TV auf die Bühne
Das Gespräch dreht sich gerade um Requisiten. «Hast du das Bett mitgenommen?» Und um Kulissen. «Werden geliefert.» Um Rollen und Kostüme – «tragen wir diesmal keine, wir spielen in Alltagskleidung». Und um die Zeit, die bis zur Premiere bleibt. «Zu wenig! Wenn ich an meine Rolle denke», meint Michel Birri. Der kameragewohnte TV-Moderator wirkt besorgt. «Ich habe viel Text zum Lernen», betont er und erklärt, was er seit dem Probenstart im Januar gemerkt hat: «Daheim oder im Zug lernen ist schwierig, die Ablenkung ist zu gross. Am besten gelingt mir das Lernen während den Proben und mit der dazugehörigen Bewegung.» Noch etwas macht den TV-Mann nervös: «Der direkte Augenkontakt mit dem Publikum. Das ist etwas ganz anderes, als wenn man in eine Kamera spricht.»
Claudia Balz stichelt: «Du hast recht blauäugig zugesagt, als wir dich angefragt haben.» Birri nickt. «Ich habe im letzten November im Theater am Hechtplatz mitgespielt und dachte ganz naiv, Theater spielen ist recht easy. Was für ein Irrtum!» Markus Schmid, er ist wie Michel Birri in Zeihen aufgewachsen, setzt nach: «Du hast mal in einem Interview gesagt, dass Theaterspielen ein Kindheitstraum von dir ist.» Birri verdreht die Augen.
Die ersten zehn Seiten entscheiden
«Seegfrörni» heisst der Schwank in zwei Akten von Beat Schlatter und Patrick Frey. Für Markus Schmid war bei der Stückwahl entscheidend, «dass die Geschichte nach den ersten zehn Seiten bereits etwas ausgelöst hat und im Kopf hängen geblieben ist.» Dann ist der Erfolg garantiert? «Nicht immer. Extrem schwarzer Humor zum Beispiel, kam nicht gut an. Die Leute wollen etwas Lustiges. Sie wollen lachen.» Das bekommen sie.
Am 7. Mai geht es los, feiert «Seegfrörni» Premiere, können die Zuschauer in Fricks Monti mitverfolgen, was passiert, wenn der Muotathaler Wetterprophet Alois Horath (Werner Gasser) einen eiskalten Winter verspricht. Art on Ice auf dem gefrorenen Zürichsee? Ein Autorennen mit Spikes auf dem Eis? Herr Stierli (Michel Birri) hat viele Ideen, die bankrotte Treuhänderin Margrit Nussbaumer (Claudia Balz) jede Menge Schlittschuhe von Mutter Hedi Nussbaumer (Myrtha Ackle). Ob Eventconsulter Herr Scheufele (Markus Schmid) eine Hilfe ist, wird sich zeigen.
Und wie geht das Stück aus? Claudia Balz, Markus Schmid und Michel Birri schweigen – als ob es um das Rezept des Appenzeller-Käses ginge. Dann lassen sie sich doch noch einen Satz entlocken: «Diesmal lässt sich nicht im Ansatz erahnen, wie das Stück ausgeht.» Hilfreich ist das nicht. Die drei lachen. «Es hat noch Tickets …», sagen sie und verabschieden sich in Richtung Probelokal.
«Seegfrörni», Theaterverein Staffeleggtal, sechs Aufführungen in Fricks Monti (177 Plätze pro Abend). Premiere am 7. Mai. Weitere Aufführungen: Freitag, 8. und Samstag, 9. Mai; Donnerstag, 14., Freitag, 15. und Samstag, 16. Mai jeweils um 20.15 Uhr. Weitere Infos: www.theaterverein-staffeleggtal.ch

