Moderne Gebäudetechnik kann weit mehr, als Räume zu beheizen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Umwelt Arena Schweiz – dort ist das Gebäude selbst Teil der Ausstellung.
Wenn draussen die nächste Hitzewelle rollt, wird deutlich, wie wichtig Gebäude für das Klima sind. Sie ...
Moderne Gebäudetechnik kann weit mehr, als Räume zu beheizen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Umwelt Arena Schweiz – dort ist das Gebäude selbst Teil der Ausstellung.
Wenn draussen die nächste Hitzewelle rollt, wird deutlich, wie wichtig Gebäude für das Klima sind. Sie verursachen einen grossen Teil des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen – gleichzeitig bieten sie enormes Potenzial, Energie einzusparen. Moderne Gebäudetechnik macht es heute möglich, Gebäude nahezu CO2neutral zu beheizen und zu kühlen – mit erneuerbaren Energien und intelligenten Systemen.
Die Umwelt Arena in Spreitenbach zeigt nicht nur, wie nachhaltiges Bauen funktioniert – sie macht es erlebbar. Das eigene Gebäude dient als Anschauungsobjekt und zeigt eindrücklich, wie moderne Gebäudetechnik im Alltag funktioniert. Gleichzeitig f liessen Erfahrungen aus den Bauprojekten der Stiftung Umwelt Arena Schweiz direkt in die Ausstellungen ein. Dazu gehören CO2-neutrale Wohnüberbauungen ebenso wie energetische Altbausanierungen, bei denen sich der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich reduzieren lassen. So erleben Besucher nicht nur theoretische Konzepte, sondern Lösungen, die sich in der Praxis bereits bewähren.
Wer ein Gebäude betritt, denkt meist kaum darüber nach, was im Hintergrund alles passiert. Dabei entscheidet genau diese Technik darüber, wie viel Energie ein Haus verbraucht, wie angenehm das Raumklima ist und wie gross sein ökologischer Fussabdruck ausfällt.
Ohne Heizöl
Die Umwelt Arena verzichtet vollständig auf Heizöl und setzt stattdessen auf verschiedene erneuerbare Energiequellen, die sich optimal ergänzen. Eine zentrale Rolle spielt die Sonne: Über 5500 Solarmodule auf dem Dach produzieren jährlich mehr als 600 Megawattstunden Solarstrom – genug, um rund 120 Haushalte während eines Jahres mit Elektrizität zu versorgen.
Mit diesem Solarstrom werden Wärmepumpen betrieben, die dem Gebäude Wärme entziehen und diese an die Aussenluft, ins Erdreich sowie ins Grundwasser abgeben. Das dabei gekühlte Wasser wird gespeichert und durch Leitungen in den Betondecken geführt. So bleiben die Ausstellungsräume selbst an heissen Sommertagen angenehm temperiert – ganz ohne klassische Klimaanlage.
Wer die Umwelt Arena besucht, erfährt nicht nur, wie nachhaltige Gebäudetechnik funktioniert, sondern erlebt auch, wie Innovationen bereits heute erfolgreich umgesetzt werden.
(mgt/nfz)