Mehr Patienten, mehr Gewinn
15.05.2026 RheinfeldenDie Reha Rheinfelden verzeichnete im vergangenen Jahr 3273 stationäre Patienten, das ist ein Plus von zwei Prozent. Der Gewinn konnte mit 2,17 Millionen Franken ebenfalls gesteigert werden.
Valentin Zumsteg
Zufriedene Gesichter bei der Reha Rheinfelden: «Wir haben das Budget ...
Die Reha Rheinfelden verzeichnete im vergangenen Jahr 3273 stationäre Patienten, das ist ein Plus von zwei Prozent. Der Gewinn konnte mit 2,17 Millionen Franken ebenfalls gesteigert werden.
Valentin Zumsteg
Zufriedene Gesichter bei der Reha Rheinfelden: «Wir haben das Budget übertroffen und sind mit dem Jahresergebnis total glücklich», erklärte Finanzchef Hanspeter Illi am Dienstag anlässlich einer Medienorientierung. 2025 behandelte die Reha Rheinfelden inklusive der Salina Rehaklinik insgesamt 3273 stationäre Patientinnen und Patienten, das ist eine Zunahme um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Pflegetage gingen im Vergleich zu 2024 zwar leicht zurück (-0.9%), was gemäss Illi insbesondere auf kürzere Aufenthaltsdauern zurückzuführen ist. Hingegen blieb die Auslastung mit 101,9 Prozent sehr hoch. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 26,8 Tagen.
Gewinn deutlich gesteigert
Der wichtigste Bereich ist weiterhin die neurologische Rehabilitation, die 35,8 Prozent aller stationären Fälle ausmachte, wie CEO und Chefarzt Leo Bonati erklärte. Dort werden zum Beispiel Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder mit einer Parkinson-Erkrankung behandelt. Auf die muskuloskelettale Reha entfielen 28,3 Prozent. Besonders positiv entwickelten sich die geriatrische Rehabilitation (+2,3 Prozent) sowie die internistischonkologische Reha (+2,6 Prozent). Auch der ambulante Bereich verzeichnete weiteres Wachstum, hier konnten 31 253 Patienten gezählt werden.
Der Betriebsertrag belief sich auf 103 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein Jahresgewinn von 2,17 Millionen Franken, das ist deutlich mehr als im Vorjahr, als er knapp 1,5 Millionen Franken betrug. Die Ebitda-Marge (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen) bezifferte Hanspeter Illi auf 7,2 Prozent. «Das ist zwar tiefer als im Vorjahr, aber aus unserer Sicht ein erfreuliches Ergebnis.» Mittelfristig soll der Wert auf 10 Prozent gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote konnte leicht erhöht werden, sie beträgt jetzt 31,3 Prozent.
«Als ein Spital anerkannt werden»
Per 1. April 2024 hat die Reha Rheinfelden vom Parkresort die Salina Medizin AG mit Rehaklinik, Fachärztehaus und ambulanten Standorten sowie die Park-Hotel am Rhein AG mit Altersresidenzen, Hotellerie und Gastronomie übernommen. Die Integration ist mittlerweile weitgehend abgeschlossen. «Es lief finanziell besser als geplant», so Illi. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Integration gemäss Leo Bonati gut mitgetragen: «Es gab eine sehr geringe Fluktuation.» Heute zählt die ganze Unternehmensgruppe 996 Angestellte, die sich 700,2 Vollzeitstellen teilen.
Auch wenn die Integration vollzogen ist, gelten die Reha Rheinfelden und die Salina Rehaklinik aus Sicht der kantonalen Spitalgesetzgebung immer noch als zwei Spitäler, wie Hanspeter Illi ausführte. Dies hat zur Folge, dass weiterhin separat rapportiert werden muss und der administrative Aufwand entsprechend höher ausfällt. Illi erklärt deswegen: «Unser Ziel ist es, als ein Spital anerkannt zu werden.»
Bauprojekt wird redimensioniert
Die Reha Rheinfelden hat 2024 mit dem Kauf des Park-Hotels von der Parkresort Rheinfelden Holding AG auch das Projekt für einen möglichen Erweiterungsbau erworben. Dieser hätte auf dem heutigen Parkplatz des Park-Hotels realisiert werden sollen. «Das Bauprojekt ist so aber nicht bewilligungsfähig, deswegen haben wir das Baubewilligungsverfahren sistiert», erklärte Hanspeter Illi, Finanzchef und stellvertretender CEO der Reha Rheinfelden. Jetzt werde das Projekt redimensioniert. Sobald es bewilligungsfähig sei, werde geprüft, ob die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Grundsätzlich will sich die Reha die Option für einen Erweiterungsbau beim Park-Hotel offenhalten. (vzu)

