Maisprach rüstet sich für die Zukunft
13.02.2026 NordwestschweizRichtfest für neuen Werkhof und die Heizzentrale in Maisprach
Kürzlich ist in Maisprach das Richtfest für den neuen Werkhof und die darin befindliche Heizzentrale der IWB durchgeführt worden. Eingeladen waren die Planer und Handwerker, welche zum guten Gelingen dieses ...
Richtfest für neuen Werkhof und die Heizzentrale in Maisprach
Kürzlich ist in Maisprach das Richtfest für den neuen Werkhof und die darin befindliche Heizzentrale der IWB durchgeführt worden. Eingeladen waren die Planer und Handwerker, welche zum guten Gelingen dieses Baus beigetragen haben.
Stephan Schöttli
Die Oberbaselbieter Gemeinde Maisprach rüstet sich für die Zukunft. Der neue Werkhof inklusive einer neuen ökologischen Heizzentrale steht kurz vor der Vollendung. Noch in diesem Sommer soll mit einen Tag der offenen Tür das Gebäude der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Würdiges Richtfest für das neue Gebäude
Es ist ein stattliches Gebäude – der neue Maispracher Werkhof, welcher zudem auch eine neue ökologische Heizzentrale beherbergt. Das Richtfest hat im Holzbau eine grosse Tradition und soll die Fertigstellung des Rohbaus (Dachstuhl) feiern. Auch in Maisprach wurde dies ganz im Sinne dieser lebendigen Tradition entsprechend gefeiert. Der Geschäftsführer der Maispracher Firma Graf Holzbau AG, Christian Weber, stieg mit zwei Mitarbeitern auf das Dach und verlas feierlich den Richtspruch. Ähnlich wie bei einer Schiffstaufe erfolgte zum Schluss das Zersplittern der gefüllten Weingläser verbunden mit dem Erbitten um den Segen für dieses Gebäude.
Energie aus regionalem Kreislauf
Eine Pflanzenkohleanlage und ein Holzkessel versorgen den Wärmeverbund Maisprach neu mit ökologischer, regional erzeugter Wärme. Zusammen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Wärmeversorgung der Gemeinde. Anfang Dezember des letzten Jahres konnte die Basler Energieversorgerin IWB die Anlagen definitiv in Betrieb nehmen. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Maisprach und IWB verlief das Projekt bis heute nach Plan. Nachdem die Gemeinde im Januar 2025 mit dem Bau des neuen Werkhofs begann, konnte die IWB rasch die neuen Produktionsanlagen installieren. Dorian Wernli, Gemeindepräsident von Maisprach, lobte den reibungslosen Ablauf und die sehr kurze Bauzeit. In seiner Ansprache bedankte er sich mehrmals bei allen am Bau beteiligen Handwerkern, Bauleitern und Planern sowie der Baukommission. Das neue Gebäudeverfügt zudem über eine PV-Anlage auf dem Dach, welche nach Fertigstellung etwa 112 000 kWh Solarenergie pro Jahr produziert. Der Wärmeverbund Maisprach besteht seit den 1980er Jahren, das Netz ist seither weitergewachsen und neue Kunden haben sich angeschlossen. Gleichzeitig stand ein Ersatz der alten Heizzentrale im Schulhaus Obermatt an. Die neue Pyrolyseanlage in Maisprach verarbeitet regionales Landschaftspflegeholz und naturbelassene Biomasse mittels Pyrolyse zu Pflanzenkohle. Die dabei entstehende Abwärme wird in das Wärmenetz der Gemeinde eingespeist. Dies ist in unserer Region ein neues System, welches sehr gut zum Bestreben der Gemeinde als Energiestadt passt.
Neuer Werkhof ab Sommer betriebsbereit
Der feierliche Anlass der Aufrichte fand im zukünftigen Werkhof der Gemeinde Maisprach statt. Dieser ersetzt den Werkhof beim Dorfplatz, welcher den heutigen Bedürfnissen schon seit längerem nicht mehr genügte. Nun ist die Gemeinde für künftige Aufgaben gut aufgestellt. Zudem verfügt das Gebäude im ersten Stock über Räume, welche für Besprechungen und Sitzungen genutzt werden können. In den nächsten Monaten finden der Innenausbau und die sukzessive Einrichtung des neuen Werkhofes statt. Mit der Mehrzweckhalle Linde sowie dem neuen Werkhof und der modernen Heizzentrale hat sich die Gemeinde in den letzten Jahren neu aufgestellt und wichtige Schritte für die Zukunft vollzogen. Mit dem geplanten Neubau einer neuen Gemeindeverwaltung steht in den nächsten Jahren bereits das nächste Grossprojekt an.

