Viel Glück im Spiel um den Klassenerhalt
Zuerst verpassen die 1. Liga-Handballer des TSV Frick den direkten Klassenerhalt, dann verlieren sie in der Abstiegsbarrage. Dass sie morgen Samstag nun doch noch eine allerletzte Chance bekommen, sich in der 1. Liga zu halten, verdanken sie ...
Viel Glück im Spiel um den Klassenerhalt
Zuerst verpassen die 1. Liga-Handballer des TSV Frick den direkten Klassenerhalt, dann verlieren sie in der Abstiegsbarrage. Dass sie morgen Samstag nun doch noch eine allerletzte Chance bekommen, sich in der 1. Liga zu halten, verdanken sie einer Reihe von glücklichen Umständen.
Die Lage in Frick ist angespannter denn je. Nicht nur, dass die Handballer des TSV Frick ihr Saisonziel, den vorzeitigen Ligaerhalt, verpasst haben, auch ihre anschliessende Abstiegsbarrage gegen KJS Schaffhausen ging verloren. Allein dem Glück haben sie zu verdanken, dass durch den Zwangsabstieg aus der 1. Liga der SG Wädenswil/Horgen noch ein weiterer verbleibender Platz in der 1. Liga ausgespielt wird. Im Topf um diesen Platz befinden sich neben den Frickern der TV Dagmersellen und Wacker Thun 2.
Zuerst ging es für die Füchse mit dem Car nach Dagmersellen. Ein Team, welches die Fricktaler in der Ligaphase hinter sich liessen, doch auswärts, vor voller Kulisse, sollte es ein schwieriges Unterfangen werden. Die Partie begann direkt auf Augenhöhe. Während die Fricker offensiv noch zu wenig in die Tiefe kamen, war eine gute Aggressivität in der Deckung erkennbar. Dort machte ihnen jedoch die strenge Linie des Schiedsrichtergespanns diverse Male einen Strich durch die Rechnung. Nennenswert konnte sich bis zur Pause jedoch niemand absetzen, die 1. Hälfte endete 11:11.
Nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit verlief das Spiel zunächst ähnlich. Die Gäste bekamen jedoch zunehmend mehr Zugriff auch in der Offensive. Einzig die Auswertung der Würfe und einige technische Fehler minderten die Leistungssteigerung. Zu schaffen machten ihnen mehr noch die vielen Zwei-Minuten-Strafen, die sie ausgesprochen bekamen. Über die gesamte Partie erhielten sie neun Zeitstrafen. In der Folge setzte sich der TV Dagmersellen mit bis zu vier Toren ab. Doch der TSV Frick bewies Moral und kam in der Schlussphase dank seines Willens nochmals auf ein Tor heran. Schliesslich reichte es jedoch nicht zum Punktegewinn. Extrem frustrierend, war doch die Leistung der Füchse über weite Strecken solide.
In der Folge kam weiteres Glück dazu. Hätte der TV Dagmersellen letztes Wochenende in Thun gewonnen, hätte das den definitiven Fricker Abstieg aus der 1. Liga bedeutet. Doch Wacker Thun setzte ein Statement und bodigte Dagmersellen mit sieben Toren Unterschied. Damit steht fest, der TV Dagmersellen wird den Gang in die 2. Liga antreten müssen.
Und für den TSV Frick geht es morgen Samstag, 9. Mai, um 18 Uhr, in der Ebnet-Halle in Frick nochmals um alles. Ein Szenario, das die Fricker nur zu gut kennen. Auch in den beiden letzten Jahren sicherten sich die Fricktaler den Klassenerhalt erst in der «Abstiegsbarrage der Abstiegsbarrage» und auch dort in extremis. Für diese Herkulesaufgabe sind die Füchse morgen auf eine volle Halle und eine lautstarke Stimmung der Heimfans angewiesen. (mgt/sir)