Lernen, wo ein führender Standort für Energiespeicherung entsteht

  26.02.2026 Laufenburg

IBZ-Studierende zu Besuch beim Technologiezentrum Laufenburg

Helm auf, Weste an, Sicherheitsschuhe geschnürt: Nach einem kurzen Sicherheitscheck starteten kürzlich für über 50 Studierende der ipso! IBZ*, Schule für Technik, Bau und Industrie, die Besichtigungen und Infoworkshops an der Mega-Baustelle in
Laufenburg.

Im Rahmen ihrer Weiterbildungen Junior Bauleiter und Junior Bauführer erhielten die Lernenden die Gelegenheit, eines der derzeit bedeutendsten Bauprojekte der Region aus nächster Nähe zu erleben: das FlexBase-Technologiezentrum Laufenburg (TZL). Ermöglicht wurde der Nachmittag durch die Erne AG Bauunternehmung, die das Projekt realisiert und den Studierenden mit mehreren Fachführungen praxisnahe Einblicke gewährte, sowie durch Marcel Meier, Lehrgangsleiter, Fachgruppenleiter und Dozent an der IBZ. Mit seiner eigenen Firma ist er auf der Baustelle tätig – als Sicherheitsbeauftragter für den Generalunternehmer Erne plus: eine ideale Verbindung zwischen Unterricht und realem Baugeschehen. Auch IBZ-Schulleiter Tino Wattinger begleitete den Nachmittag.

Projekt mit internationaler Tragweite
Mit dem Technologiezentrum Laufenburg entsteht seit der Baufreigabe 2025 ein Projekt von globaler Bedeutung. Geplant sind der weltweit grösste Batteriespeicher sowie ein hochleistungsfähiges Rechenzentrum für künstliche Intelligenz. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Sommer 2028 vorgesehen.

Was das in der Praxis bedeutet, wurde für die IBZ-Studierenden an diesem Nachmittag konkret erlebbar. Hier wird in einer anderen Grössenordnung gebaut: Die Baugrube misst rund 180 Meter Länge und über 80 Meter Breite. Insgesamt werden rund 500 000 m³ Erdreich ausgehoben – das entspricht über 30 000 Lastwagenladungen (bei rund 15 m³ pro Lastwagen). Die Studierenden standen bei ihrem Besuch mitten im Geschehen: Rund eineinhalb Jahre dauert es noch, bis die Baugrube vollständig finalisiert ist.

Drei Perspektiven auf ein komplexes Grossprojekt
Der Nachmittag war in drei Führungen gegliedert – praxisnah, offen gestaltet und eng am Baustellenalltag. Dazu gehörte die Arbeitssicherheit. Sie ist ein zentrales Thema für angehende Bauleiter und Bauführer. Die Studierenden erhielten Einblick in Sicherheitskonzepte, Verantwortlichkeiten und die Umsetzung im Alltag. Theorie aus dem Unterricht trifft bei der IBZ auf konkrete Praxis – mit direktem Bezug zur eigenen zukünftigen Führungsrolle. Ramon von Erne erklärte hier zudem, wie das innovative Unternehmen Erne KI einsetzt und das Baumanagement digital vorantreibt. Im Werkhof wurde deutlich, wie komplex Organisation und Materialflüsse auf einer Baustelle dieser Dimension sind. Planung, Koordination und Timing greifen ineinander – jedes Detail beeinflusst den Projekterfolg. Highlights des Nachmittags waren sicher die Rundgänge über das Gelände selbst. Die erste Gruppe führte Manfred Nussbaum über die Baustelle. «In den 23 Jahren bei Erne gab es selten einen Tag, an dem mir die Arbeit nicht viel Spass gemacht hat. Dieses Projekt ist nach 23 Jahren jetzt sicher mein grösstes – und ein absolutes Highlight.»

Praxisnähe
In der Gruppe von Manfred Nussbaum läuft auch Besnike mit, die seit Oktober die Weiterbildung zur Dipl. Junior Bauleiterin macht. Für sie war der Besuch ein besonderes Erlebnis: «Wenn man die Baustellen auf Bildern sieht, ist es etwas anderes, als wenn man am Schluss selbst darüber laufen kann. Es steckt viel mehr dahinter – mehr Aufwand und Arbeit – und so viel Erfahrung. Toll, dass wir mitmachen dürfen und uns alles detailliert erklärt wird.» Die Weiterbildung an der IBZ begeistert Besnike seit Anfang an – besonders schätzt sie die Mischung aus Theorie und Praxis. Aktuell ist sie im Tiefbau tätig und gespannt, wohin ihr beruf licher Weg sie noch führen wird.

Wenn Theorie sichtbar wird
Die Exkursion zum Technologiezentrum Laufenburg war weit mehr als eine klassische Baustellenbesichtigung. Zahlen wurden greifbar, Prozesse verständlich, Verantwortung spürbar. So entsteht Transfer wissen. Für die IBZ-Studierenden war dieser Nachmittag ein eindrücklicher Blick in die Zukunft ihres Berufs – dort, wo Innovation, Organisation und Begeisterung zusammenkommen. (mgt)


* Die IBZ gehört zu ipso! und ist damit Teil der grössten privaten Anbieterin von Aus- und Weiterbildungen in der
Nordwestschweiz.


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