Lebenspuzzleteile erfolgreich zusammengesetzt
03.04.2026 PersönlichStephanie Dünneisen ist in das von der Mutter aufgebaute Geschäft mit eingestiegen, um es erfolgreich weiterzuführen, hat mit der Schwester und ihrem Mann die Gesangsgruppe «Mistella» gegründet und begleitet mit den «Mistellas» in der Vorweihnachtszeit ...
Stephanie Dünneisen ist in das von der Mutter aufgebaute Geschäft mit eingestiegen, um es erfolgreich weiterzuführen, hat mit der Schwester und ihrem Mann die Gesangsgruppe «Mistella» gegründet und begleitet mit den «Mistellas» in der Vorweihnachtszeit die Auftritte ihres Vaters.
Petra Schumacher
Stephanie Dünneisen, Jahrgang 1983, wuchs mit ihrer Familie in Gipf-Oberfrick auf. Ursprünglich schlug sie einen anderen beruflichen Weg ein. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung in der Gastronomie und sammelte Erfahrungen in verschiedenen Gastrobetrieben. Dennoch fehlte ihr langfristig etwas in diesem Berufsfeld. Eine neue Perspektive ergab sich, als ihre Mutter, Elisabeth Frischknecht, neben der Boutique «Lui e Lei» ein weiteres Modegeschäft in Frick eröffnete. Stephanie Dünneisen nutzte die Gelegenheit und stieg in das Familienunternehmen ein.
Mutter-Tochter-Duo
Als die beiden Geschäfte zusammengelegt wurden, kam es zur direkten Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter. Solche Situationen können auch zu Meinungsverschiedenheiten führen, wenn zwei Generationen eine unterschiedliche Sichtweise haben. «Das war bei uns zum Glück nicht der Fall», erklärt Stephanie Dünneisen, die inzwischen Inhaberin der Boutique ist. «Meine Mama hat mich nie ausgebremst. Sie hat mich immer machen lassen und erst später die Sachen mit mir angeschaut und diskutiert. Im Gegenteil, ich war froh, sie mit ihrer langjährigen Erfahrung an meiner Seite zu wissen, denn so konnte ich von ihrem Wissen profitieren und ins Geschäft hinein wachsen. Auch heute noch gestalte ich die Schaufensterdekoration gern mit ihr zusammen.»
Ein Lächeln ins Gesicht zaubern
Um eine Kleiderboutique erfolgreich zu führen, braucht es das richtige Gespür beim Einkauf der Ware und den passenden Umgang mit Kunden, beides muss gelernt sein. «Das Gespür zu bekommen, welche Kleidung gut ankommt, ist wirklich ein längerer Lernprozess. Dafür muss man die Kundschaft kennenlernen und sehr aufmerksam schauen, in welche Richtung die Wünsche der Kundinnen gehen. Und natürlich ändert das alles sich auch immer wieder. Aber genau das macht die Arbeit auch für mich interessant», erklärt Stephanie Dünneisen. «Wenn wir einen Modeanlass haben und Frauen sich spürbar wohlfühlen und vielleicht mal etwas ausprobieren, was sie sonst nicht tragen, dann positiv überrascht sind und ich damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, dann geht es mir richtig gut.»
Musik als Teil des Lebens
Am Gesang hatte sie schon als Kind Freude. «Wenn ich mich zurück erinnere, dann singe ich schon immer», meint sie schmunzelnd. «Meinen Mann Laif kenne ich ja schon seit meiner Teenager-Zeit. Früher hat er oft auf der Gitarre gespielt und wir haben zusammen bekannte Songs gecovert. Später haben wir an Trauungen und Taufen in den Kirchen gesungen. Auch meine Schwester Michelle singt. An Heiligabend vor 14 Jahren, als wir zum Plausch alle drei zusammen gesungen haben, entstand die Idee, eine Gruppe zu gründen. Von da an gab es uns als ‹Mistella›.»
Familiäre Weihnachtstradition
Musikalisch geprägt hat sie sicherlich auch ihr Vater, Paolo Frischknecht, der ist seit vielen Jahren als Musiker in Frick und Umgebung tätig ist. «Mit ‹Paolos Fricktal Krainer› fing bei meinem Papa die Tradition der Weihnachtskonzerte ‹So klingt Weihnachten› an», erzählt Stephanie Dünneisen. «Inzwischen gibt es die Krainer nicht mehr, aber ohne Musik und ohne die Weihnachtskonzerte geht es für den Papa nicht.» Sie unterbricht sich selber und meint: «Das stimmt nicht ganz, eigentlich haben wir Töchter den Vater überredet, die Konzerte weiter zu führen, für uns alle gehören sie einfach zur Vorweihnachtszeit dazu, auch wenn die Proben zeitaufwändig sind.»
Paolo Frischknecht spielt mit seinen Brüdern und seinem Göttibub, dem Sohn eines Bruders, in der «Frischknecht Family Brass» und «Mistella» begleitet den Auftritt mit Gesang und Stephanie Dünneisens Mutter, Elisabeth Frischknecht, moderiert – damit ist der Familienkreis geschlossen. «Wenn mich noch im Sommer die Leute auf unsere Konzerte ansprechen, hinterlässt das ein richtig gutes Gefühl und motiviert, die freie Zeit dafür ein zusetzen», verrät Stephanie Dünneisen.
Ausgleich in der Natur und durch Reisen
«In der Natur bekomme ich den Kopf frei, da entstehen aber auch neue Ideen. Die Natur stellt für mich einen wichtigen Ausgleich zum Arbeitsalltag dar.» Stephanie Dünneisen verbringt ihre Freizeit mit Spaziergängen mit ihrem Hund, der Arbeit im eigenen Garten, beim Campen oder auf Reisen, verrät sie. Begleitet wird sie dabei von ihrem Ehemann, der eine wichtige Stütze, gerade auch im Alltag, für sie darstellt. Zu ihren Lieblingsdestinationen beim Reisen gehören die Philippinen, die Heimat ihres Mannes. So oft wie möglich reisen sie dorthin, um dann Zeit mit seiner Familie zu verbringen. «Neben Familie und Beruf spielen auch Freundschaften eine wichtige Rolle in meinem Leben», so Stephanie Dünneisen. «Für mich sind Familie und Freunde das Band, das all meine einzelnen Lebenspuzzleteile verbindet. Ich bin überzeugt, ich wäre nicht da, wo ich heute stehe, wenn ich nicht diese Unterstützung und Begleitung gehabt hätte.»

