Raum- und Platzfragen beschäftigen den Stadtrat
Die Bibliothek braucht neue Räume, der Regionale Sozialdienst mehr Platz – und die Spielgruppe soll in die Tagesstrukturen integriert werden.
Susanne Hörth
Rund 80 Personen folgten am Montagabend der Einladung des ...
Raum- und Platzfragen beschäftigen den Stadtrat
Die Bibliothek braucht neue Räume, der Regionale Sozialdienst mehr Platz – und die Spielgruppe soll in die Tagesstrukturen integriert werden.
Susanne Hörth
Rund 80 Personen folgten am Montagabend der Einladung des Stadtrates zum Anlass «Laufenburg trifft sich». Dabei informierten die Ratsmitglieder über aktuelle Themen und geplante Projekte (siehe auch Seite 3). Zur Sprache kamen unter anderem die Zukunft der Bibliothek, der wachsende Raumbedarf des Regionalen Sozialdienstes und die Weiterführung der Spielgruppe «Heugümper».
Bibliothek: Umzug nötig
Die Bibliothek ist derzeit im XL-Zentrum gegenüber dem Bahnhof untergebracht. Wie die NFZ bereits berichtete, möchte die benachbarte Apotheke ihre Räumlichkeiten modernisieren und vergrössern. Weil davon auch die benachbarte Bibliothek betroffen ist, sucht die Stadt schon länger nach einem neuen Standort. «Wir stehen zu unserer Bibliothek», betonte Stadtrat Martin Steinacher. Der Löwen-Saal in der Altstadt hatte sich zunächst als mögliche Lösung abgezeichnet. Aus Kostengründen kommt dieser Standort jedoch nicht infrage. Nun bietet sich eine Alternative im ersten Obergeschoss des XL-Zentrums an. Der Stadtrat favorisiert diese Möglichkeit und prüft sie entsprechend. Langfristig soll die Bibliothek nach der Realisierung der Überbauung auf dem Binkertareal dort einen Platz finden.
Sozialdienst: Mehr Gemeinden, mehr Raumbedarf
Auch beim Regionalen Sozialdienst stellt sich die Raumfrage. Bei seiner Gründung 2017 gehörten ihm Laufenburg und Stein an. In den Folgejahren schlossen sich Gansingen, Oeschgen, Sisseln, Mettauertal, Schwaderloch, Kaisten, Eiken, Wölflinswil und Schupfart an.
Der von Marco Schwab geleitete Sozialdienst ist im Obergeschoss der Adler-Liegenschaft in der Laufenburger Altstadt untergebracht. Mit der wachsenden Zahl der angeschlossenen Gemeinden sind auch die Anforderungen an den Standort gestiegen. Wie Martin Steinacher am Informationsabend erklärte, wird langfristig mehr Platz für die Arbeitsplätze benötigt.
Hinzu kommen teilweise lange Anfahrtswege für die Klientinnen und Klienten aus den neu angeschlossenen Gemeinden. Deshalb wird auch über einen zusätzlichen Standort nachgedacht. Wo dieser entstehen könnte, ist derzeit noch offen.
Spielgruppe soll trotz Vereinsauflösung weiterbestehen
Eine organisatorische Veränderung steht der Spielgruppe «Heugümper» bevor. Wie Martin Steinacher mitteilte, wird der Verein «Heugümper Laufenburg» aufgelöst. Er führt seit vielen Jahren eine Spielgruppe für Kinder im Vorschulalter. Dem Stadtrat ist es ein grosses Anliegen, das Angebot samt integrierter Sprachförderung zu erhalten.
Die frühe Sprachförderung ist auch vor dem Hintergrund der kantonalen Vorgaben von Bedeutung: Seit dem Schuljahr 2026/27 ist die Sprachstandserhebung im Aargau für alle Gemeinden obligatorisch. Sie findet eineinhalb Jahre vor dem Kindergarteneintritt statt.
Als nächster Schritt soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Ihr Ziel ist es, die Spielgruppe ab dem Schuljahr 2027/28 in die Tagesstrukturen zu integrieren und so die Weiterführung des Angebots zu sichern.