Claudia Schreiber, Wegenstetten
Im Juni läuft unser Betrieb auf Hochtouren – und das im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Zwischen aufgehender Sonne und den ersten schweisstreibenden Stunden des Tages wird ausgedünnt, was das Zeug hält: Zwetschgen und ...
Claudia Schreiber, Wegenstetten
Im Juni läuft unser Betrieb auf Hochtouren – und das im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Zwischen aufgehender Sonne und den ersten schweisstreibenden Stunden des Tages wird ausgedünnt, was das Zeug hält: Zwetschgen und Äpfel lernen früh, dass Qualität vor Quantität geht. Währenddessen sorgt das Heuen für ein landwirtschaftliches Ausdauertraining, das jede Pulsuhr neidisch machen würde.
In der Kirschenanlagen wird aufgebaut, was das Zeug hält: Witterungsschutz und Insektennetze gegen gefrässige Mitesser. Und kaum ist alles moniert, geht’s auch bald los mit der Kirschenernte. Pflücken, sortieren, verkaufen – und zwischendurch wandert natürlich auch mal die eine oder andere Kirsche direkt im Mund. Ein Teil der Ernte wird direkt der Landi übergeben, ein Teil direkt und ein Teil eingemacht, damit der Sommer auch im Glas weiterlebt. Erntehelfer sind herzlich willkommen.
Als ob das nicht genug wäre, steht auch noch die Ernte von Getreidefrühkulturen an. Timing ist hier alles – wenig tolerant gegenüber Aufschub.
Der Juni ist damit weniger ein Monat als ein Dauerlauf mit Köpfchen – hitzig, fordernd und nur mit einer Portion Organisation, Erfahrung und Humor zu meistern. Am Ende das gute Gefühl, richtig was geschafft zu haben.
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