KVA macht aus Abfall immer mehr Energie
25.06.2026 FricktalWenn man den Abfall, der 2025 in die KVA Buchs geliefert wurde, auf Kehrichtwagen verteilt, wäre der Konvoi 144 Kilometer lang. Damit veranschaulichte Verbandspräsident Christoph Wasser an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands GEKAL die letztjährige Anliefermenge. Diese ...
Wenn man den Abfall, der 2025 in die KVA Buchs geliefert wurde, auf Kehrichtwagen verteilt, wäre der Konvoi 144 Kilometer lang. Damit veranschaulichte Verbandspräsident Christoph Wasser an der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands GEKAL die letztjährige Anliefermenge. Diese ging gegenüber 2024 minim zurück, und auch in den ersten Monaten 2026 wurde etwas weniger Kehricht angeliefert und verbrannt als in der Vorjahresperiode. Trotzdem stieg die Energieproduktion erneut. Vor allem die Fernwärme legt konstant zu.
Die Entwicklung schlägt sich in den finanziellen Kennzahlen nieder. Während 2025 13,8 Mio. Franken als Verbrennungsgebühren eingenommen wurden, betrug der Verkaufserlös aus Fernwärme und Strom 11,3 Mio. Franken. Die verkaufte Energiemenge wächst seit Jahren stärker als die Kehrichtmenge.
Dafür muss der GEKAL laufend in die KVA Buchs investieren. Eine Grossbaustelle ist die neue Turbine, die Strom für zusätzliche 2000 Haushalte generieren wird. Das dafür nötige neue Gebäude steht. Aufgrund einer Lieferverzögerung ergibt sich knapp keine Punktlandung für die Inbetriebnahme. Noch vor Weihnachten soll es soweit sein.
Bereits in Betrieb ist der erweiterte Speicher der Heisswasserzentrale, in der Komfortwärme hergestellt wird. Die Speicherung erlaubt eine konstante Deckung des Wärmebedarfs; das heisst, auch dann, wenn die anfallende Verbrennungsenergie für die Stromproduktion gebraucht wird. Eine hohe Stromnachfrage bringt höhere Erlöse.
Die finanzielle Lage des GEKAL ist solid. So resultierte selbst nach einer Einlage von 6,8 Mio. Franken für die Vorfinanzierung von Projekten – budgetiert waren 4 Mio. Franken – ein kleiner Gewinn in der Erfolgsrechnung.
Neue Gesichter im Vorstand
Alle vier Jahre muss der Vorstand des Gemeindeverbands neu gewählt werden, so auch für 2026 bis 2029. Vier Verbandsgemeinden und der Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) haben Anspruch auf je einen Sitz, dies in der Person des zuständigen Gemeinderatsmitglieds. Lediglich in Suhr ergibt sich eine personelle Änderung, wo Grischa Ruprecht von Daniel Rüetschi übernimmt.
Zwei weitere Mitglieder des elfköpfigen Vorstands sind zurückgetreten. Als Nachfolger von Gérald Strub (Boniswil) wählten die Abgeordneten Patrick d’Allens (Beinwil am See), auf Andreas Villiger folgt Jakob Sidler (beide Sins). Verbandpräsident bleibt Christoph Wasser, sein Vize Daniel Suter, Frick (Präsident des GAOF). Wasser führt den GEKAL seit 2018. Er finde die umfangreichen Projekte «spannend», schreib er im Geschäftsbericht 2025. Auch für die politischen Projekte wie etwa der «Dauerbrenner» CO2-Abscheidung – ob diese nun komme oder nicht – setze er sich gern weiterhin ein. (mgt)
