Kriminalkomödie trifft auf Achtsamkeitsratgeber
26.02.2026 FokusDie Spielleute Hottwil laden zum aktuellen Stück «Achtsam morden»
Achtsamkeit ist ein Begriff, der Ruhe und Friedfertigkeit beinhaltet. Scheinbar. Dass Achtsamkeit auch Morden bedeuten kann und gleichzeitig voller Galgenhumor steckt, beweist das aktuelle Stück der Spielleute Hottwil. Regie bei der rabenschwarzen Krimikomödie führt David Imhoof.
Susanne Hörth
«Ich finde die Stückwahl mutig, politisch unkorrekt und hochmodern», bringt David Imhoof seine Begeisterung über die aktuelle Produktion der Spielleute Hottwil auf den Punkt. Am Dienstagabend konnten sich die Medien bei einem Probebesuch von «Achtsam morden» selbst von dieser Begeisterung anstecken lassen. Die Krimikomödie mit teils rabenschwarzem Humor und bitterbösem Vergnügen stammt aus der Feder von Karsten Dusse. Regie beim Mundarttheaterstück führt David Imhoof. Mit dem Profiregisseur hat das Theater Hottwil bereits mehrfach zusammengearbeitet. «Wir freuen uns sehr, ihn nach 2017 wieder bei uns willkommen heissen zu dürfen», betont Christa Leber, Präsidentin der Spielleute und selbst Bühnendarstellerin.
Auch Imhoof zeigt sich erfreut über die erneute Zusammenarbeit. Er lobt den Theaterverein, der sowohl auf langjährige als auch auf junge und neue Darstellerinnen und Darsteller zählen kann. «Im aktuellen Stück spielen junge Erwachsene mit, die ich 2017 noch als Kinder auf der Bühne erleben durfte», sagt er und macht deutlich, dass die Verbindung zum Verein und dessen Zukunft auf einem starken Fundament stehen.
Die Spielleute Hottwil, die regelmässig gemeinsam mit dem Theater Gansingen grosse Freilichtproduktionen auf die Beine stellen, sind weit über die Dorfgrenzen hinaus für hochstehende Inszenierungen bekannt. Diesem Anspruch wie auch den Erwartungen des treuen Publikums wollen sie nun auch mit «Achtsam morden» gerecht werden.
«Alles macht Sinn, ist total logisch, schräg, überspitzt und gleichzeitig sympathisch achtsam», fasst Regisseur Imhof zusammen, was das Publikum auf der Bühne erwartet. Eine Besonderheit des aktuellen Stücks, so Christa Leber, sei zudem, dass die 21 vorkommenden Figuren von lediglich elf Darstellenden verkörpert werden.
Worum geht es?
Strafverteidiger Philipp Röthlisberger (gespielt von Beat Wormstetter) kümmert sich beruflich um die Sorgen der organisierten Kriminalität. Privat kommen Tochter und Ehefrau zu kurz, und auch sonst läuft nicht alles rund in seinem Leben. Um endlich seine Work-Life-Balance in Einklang zu bringen, nimmt er auf Anweisung seiner Frau (Petra Marbot) an einem Achtsamkeitsseminar bei Lukas Bachmann (Frank Stoll) teil – mit ungeahnten Folgen. Das Erlernte setzt Röthlisberger in eigener Interpretation konsequent um, was nicht nur sein eigenes Leben verändert, sondern auch die Hierarchien im Unterweltmilieu kräftig durcheinanderwirbelt. Frei nach dem Motto: «Ein Problem lösen? – Morden.» Aber eben achtsam und entschleunigt. Und das trotz rasantem Tempo, viel Tiefgang und einer gehörigen Portion Galgenhumor.
David Imhoof beschreibt das Stück als «Kriminalkomödie trifft Achtsamkeitsratgeber – eine explosive Mischung aus Entspannungstraining und Mordsvergnügen». Am Ende steht ein Musterschüler der Achtsamkeit: ruhig, klar und tödlich effektiv.
Premiere von «Achtsam morden» ist am Freitag, 13. März, 20 Uhr. Die weiteren Vorführungen: Samstag, 14. März, 20 Uhr; Dienstag, 17. März, 20 Uhr; Mittwoch, 18. März, 20 Uhr; Freitag, 20. März, 20 Uhr und Samstag, 21. März, 20 Uhr
Ticket-Reservation
online auf theater-hottwil.ch sowie telefonisch unter 076 720 65 78 (Die Reservationshotline steht jeweils freitags vom 13.2. bis und mit 13.3.von 19 bis 20 Uhr zur Verfügung.


