Kommt ein Puma geflogen
01.09.2026 SchupfartSo war die Flügerchilbi in Schupfart
«Ready for take-off – klar zum Abheben» hiess es vielmals am letzten Wochenende auf dem Flugplatz Schupfart. Bei bestem Flugwetter kamen über 1700 Besucher. Besondere Aufmerksamkeit erhielten der Super Puma und der neue Helikopter der Rega.
...So war die Flügerchilbi in Schupfart
«Ready for take-off – klar zum Abheben» hiess es vielmals am letzten Wochenende auf dem Flugplatz Schupfart. Bei bestem Flugwetter kamen über 1700 Besucher. Besondere Aufmerksamkeit erhielten der Super Puma und der neue Helikopter der Rega.
Petra Schumacher
Aviatikfans und Hobbyfotografen kamen in Schupfart auf ihre Kosten, denn an der Flügerchilbi wurde viel geboten. «Flugtage haben bei uns Tradition und wir verzeichnen ein zunehmendes Interesse», erklärt Simon Wirsching, Präsident der Motorf luggruppe Fricktal. «Die Vorbereitungen für diesen Anlass sind nicht unerheblich, sind wir doch um ein vielseitiges Programm bemüht.» Laut Wirsching gab es an diesem Wochenende 112 Starts und Landungen, sowohl von Segel- als auch von Motorflugzeugen. Der Präsident freute sich über das Interesse an Schnupperf lügen mit Segel- und Motorf lugzeugen. Besonders gefragt waren die Rundf lüge übers Fricktal.
Alpha, Bravo, Charlie …
Auf dem Flugplatz sind derzeit zwei Vereine aktiv: die Motorfluggruppe Fricktal, die auch die Motorf lugschule betreibt, und die Segelfluggruppe Basel Fricktal. Zusammen zählen die beiden Vereine rund 300 Mitglieder. Tom Schuurman ist seit 2018 Vereinsmitglied und Segelf lieger. «Wir haben viele Berufspiloten im Verein. Bei uns wird eben noch richtig geflogen», so Schuurman mit einem Augenzwinkern. «Sich frei wie ein Vogel fühlen und dabei die Welt von oben betrachten, ist eine wunderbare Erfahrung», schwärmt der Hobbypilot.
Super Puma im Anflug
Man sah ihn noch nicht, aber das Dröhnen in der Luft kündigte ihn bereits an – der Super Puma war im Anflug. Der Pilot zeigte beeindruckende Flugmanöver. Nach der Landung stand die Crew für die vielen Fragen zur Verfügung. Sogar ein Blick ins Innere war den Interessierten möglich. Auch das Team der Rega, das seinen Standort für dieses Wochenende nach Schupfart verlegt hatte, beantwortete gern alle Fragen. «Unser Helikopter H145 ist neu. Im Gegensatz zu früheren Modellen verfügt der Hubschrauber über fünf Rotorenblätter, was den Flug wesentlich ruhiger macht», so Rettungssanitäter Stephan Fricker. «Was man hier sieht, ist eine fliegende Intensivstation.»
Piloten zeigten ihr Können
Ob Modellf lugzeug, Segelf lieger, oder Motorflugzeug – an diesem Wochenende demonstrierten die Piloten ihr Können. Mit dabei waren die Boeing Stearman aus dem Fliegermuseum Altenrhein und das Kunstflugzeug CAP10 aus Basel. Ihre Flugdarbietungen wurden mit viel Beifall begleitet. Auffällig war an diesem Wochenende die entspannte Atmosphäre. Alle Piloten waren sehr nahbar, sodass überall gefachsimpelt, diskutiert und nachgefragt wurde.
Das Fricktal hebt schon lange ab
Die Geschichte vom Flugplatz Schupfart ist eng mit der Flug-Geschichte im Fricktal verknüpft. Die Ebenen des Fricktals und die günstigen Winde zwischen Schwarzwald und Jura faszinierten Flugpioniere früh. Angefangen in den 1930er Jahren, durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen, überlebte die Begeisterung für das Fliegen die Jahre. Um 1947 gelang der Kauf des Fluggeländes im Sisslerfeld, einem damals unbebauten Landwirtschaftsgebiet. Als die Roche in den 1950er Jahren einen Teil ihrer Produktion ins Sisslerfeld verlegte, erfolgte das Aus vom jungen Flugplatz. Als Alternative fand sich das Hochplateau Tägertli zwischen Schupfart und Wegenstetten. 1967 wurde der neue Flugplatz hier eingeweiht.


