Neue Stühle im Saal und ein frisch gestrichenes Foyer in Fricks Monti
Fricks Kino- und Kultursaal ist fit für die Zukunft. Nach vier intensiven Wochen war es gestern Abend soweit, konnten Philipp Weiss und Martina Welti die Kinobesucherinnen und -besucher zur Film-Premiere von ...
Neue Stühle im Saal und ein frisch gestrichenes Foyer in Fricks Monti
Fricks Kino- und Kultursaal ist fit für die Zukunft. Nach vier intensiven Wochen war es gestern Abend soweit, konnten Philipp Weiss und Martina Welti die Kinobesucherinnen und -besucher zur Film-Premiere von «Michael» in den neuen Sitzen empfangen.
Simone Rufli
Gründe für eine Renovation habe es genug gegeben, so Philipp Weiss. Ausgesessene Polster, zunehmend schmuddelige Sitze, fehlende Ersatzteile – kurz, eine Innenausstattung, die je länger desto mehr an den Ansprüchen scheiterte, die die beiden an ihre Arbeit stellen. «Es war uns ein grosses Anliegen, einen Komfort zu erreichen, der zu unseren Werten und zu unserer Arbeit passt», ergänzte Martina Welti. Drei Tage nachdem sie mit den Umbauarbeiten fertig geworden waren, luden Philipp Weiss und Martina Welti am Montagmittag die Medien ein, einen Blick in den renovierten Kino- und Kultursaal zu werfen – und probeweise auf einem der neuen Stühle Platz zu nehmen.
Zu keiner Zeit ganz geschlossen
Dass der Umbau innerhalb von vier Wochen – und lediglich partieller Sperrung einzelner Sitz-Reihen – über die Bühne gehen konnte, war alles andere als selbstverständlich. Nach 25 Jahren sassen die Stühle ordentlich fest, liessen sich manche Schrauben kaum noch lösen. Philipp Weiss sprach von «technischen Problemen» und von «einer Tortur beim Herausreissen», vor allem aber von der «grossartigen Unterstützung» durch handwerklich versierte Stammgäste und Freunde aus der Region. «Ohne ihren selbstlosen Einsatz hätten wir den Umbau nicht in dieser kurzen Zeit bewältigen können.» Am vergangenen Freitag erst waren die letzten der aus Tschechien angelieferten 177 Stühle – die Platzzahl blieb unverändert – montiert worden.
Investition in die Zukunft
Als Betreiber eines 20 Mitarbeitende umfassenden Kultur- und Gastrobetriebs ohne Subventionen finanzieren Philipp Weiss und Martina Welti die Investitionskosten im niedrigen sechsstelligen Bereich aus der eigenen Tasche; ein Stuhl allein kostet mehr als 300 Franken. Eine Investition in die Zukunft, sind sich die beiden einig. «Wir glauben ans Kino, und wir glauben ans Monti.»
Nach einigen schwierigen Jahren – ausgelöst durch die Corona-Pandemie – laufe das Geschäft mit dem Film wieder deutlich besser. «Acht Prozent mehr Besucher im 2025 lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken», so Weiss. Nach dem Streik der Drehbuchautoren in den USA hätten vor allem Schweizer Filme zur Umsatzsteigerung beigetragen.
Auch Kultursaal
Äusserst erfolgreich verlaufe auch das von Gästen angeregte «Strick-Kino». Am 2. Mai bietet sich noch einmal die Gelegenheit, Film- und Strickgenuss zu verbinden, dann macht das «Strick-Kino» Sommerpause. Das Monti ist aber auch ein Kultursaal: Am 7. Mai feiert das Theater Staffeleggtal mit der neuen Produktion Premiere und im Oktober kommt mit dem 34. Blues-Festival Philipp Weiss’ Leidenschaft zum Zug. Ebenfalls ein fixer Bestandteil im Sommer ist das Open-Air-Kino auf dem Parkplatz.
Auch der nächste Grund zum Feiern ist bereits terminiert: Am 1. Mai werden es 34 Jahre sein, seit Martina Welti und Philipp Weiss die ersten Gäste in ihrem Fricks Monti empfangen haben.