Läuft alles nach Plan, kann im August der Forstbetrieb Region Möhlin seinen neuen Werkhof beziehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Franken.
Ronny Wittenwiler
Als am Dienstag ein Bagger mit seiner Schaufel die erste Schicht abgetragen und damit den ...
Läuft alles nach Plan, kann im August der Forstbetrieb Region Möhlin seinen neuen Werkhof beziehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Franken.
Ronny Wittenwiler
Als am Dienstag ein Bagger mit seiner Schaufel die erste Schicht abgetragen und damit den klassischen Spatenstich in Szene gesetzt hatte, war das so etwas wie der Anfang vom Ende eines fast dreissig Jahre alten Provisoriums. Der Forstbetrieb Region Möhlin zieht in einen neuen Werkhof.
Nicht mehr zeitgemäss
«Am Forstwerkhof in Möhlin nagt der Zahn der Zeit», hielt die NFZ vor gut zwei Jahren fest, als die Planung für das neue Projekt konkrete Formen angenommen hatte. Zur Realität gehörte, dass der bisherige Forstwerkhof – 1997 eigentlich als Provisorium erstellt und 2011 zu Teilen renoviert – längst nicht mehr den gegenwärtigen Ansprüchen an einen modernen Betrieb genügte. Keine abgetrennten Garderoben, zu wenig sanitäre Anlagen, schlecht isoliert und eigentlich fühlten sich die Mäuse noch am wohlsten, weil sie sich im Zwischenboden am Elektrischen zu schaffen machten.
Ein Werkhof, sechs Gemeinden
Zwei Jahre, einen Projektierungskredit (70 000 Franken) und einen Verpflichtungskredit (1,82 Millionen Franken) später haben jetzt die Arbeiten für den neuen Forstwerkhof begonnen. Dieser soll im kommenden August seinen Betrieb aufnehmen. «Wir wollen den Abschluss der diesjährigen Waldbereisung im neuen Gebäude begehen», sagt Urs Steck, der unlängst erklärte, dass sämtliche Gemeinden hinter dem Neubauprojekt stehen würden. Er meint damit nebst Möhlin die Gemeinden Zeiningen, Zuzgen, Hellikon, Mumpf und Obermumpf. Sie bilden seit rund sieben Jahren den gemeinsamen Forstbetrieb Region Möhlin unter Stecks Leitung. Der Betrieb sei finanziell gut aufgestellt, sagt Steck. «Die Entwicklung aus dem Zusammengehen aller Gemeinden ist sehr positiv.» Und just mit einem zeitgemässen Betriebsgebäude für mittlerweile ein Dutzend Festangestellte sollen auch diesbezüglich die Anforderungen erfüllt sein.
Der neue Forstwerkhof kommt im Vergleich zum bisherigen leicht versetzt in südwestlicher Richtung zu stehen. Auch deshalb könne der laufende Betrieb während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten bleiben, wie Steck erklärt. Nach dem Rückbau des bisherigen Gebäudes ist an dessen Stelle zudem ein Rangier- und Waschplatz für grosse Fahrzeuge und Gerätschaften vorgesehen. Und eben, wenn alles nach Plan läuft: Dann sollen sich ab August die Mitarbeitenden im neuen Forstwerkhof wohl fühlen, und nicht die Mäuse, die am alten Gebäude derzeit nagen wie der Zahn der Zeit.
Eigentümer sind die Ortsbürger
Sowohl den Projektierungs- als auch den Verpflichtungskredit für den neuen Forstwerkhof (inklusiv Rückbau des alten) stemmten die Möhliner Ortsbürger als Eigentümer. Sie finanzieren das Projekt durch Einnahmen aus den Mietverträgen mit den am Forstbetrieb beteiligten sechs Gemeinden. Der Forstwerkhof sowie sämtliche Maschinen, die der Forstbetrieb Region Möhlin nutzt, gehören der Ortsbürgergemeinde. (rw)