Mettauertal und Kaisten beantragen Beitritt zu «Forstbetrieb Jura-Rhein»
Als Mitglied der Interkommunalen Anstalt (IKA) «Forstbetrieb Jura-Rhein» erhoffen sich die beiden Gemeinderäte weniger Mehrwertsteuer und geringeren Verwaltungsaufwand.
Susanne Hörth
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Mettauertal und Kaisten beantragen Beitritt zu «Forstbetrieb Jura-Rhein»
Als Mitglied der Interkommunalen Anstalt (IKA) «Forstbetrieb Jura-Rhein» erhoffen sich die beiden Gemeinderäte weniger Mehrwertsteuer und geringeren Verwaltungsaufwand.
Susanne Hörth
Fällt der Name «Forstbetrieb Jura-Rhein» wird das vielfach auch mit Mettauertal und Kaisten verknüpft. Gehören sie nicht längst der seit Januar 2024 bestehenden Interkommunalen Anstalt an? Fand doch auch erst kürzlich der gemeinsame und gut besuchte Waldumgang im Forst Kaisten statt. Warum also wird jetzt über den Beitritt dieser Gemeinden an deren kommenden Gemeindeversammlungen abgestimmt?
Zur Erinnerung: Die Gründungsmitglieder des mittlerweile bald dreijährigen Forstbetriebes Jura-Rhein sind die Ortsbürgergemeinden Kaisten und Mettauertal, sowie die Einwohnergemeinde Schwaderloch und der Kanton Aargau. Der gemeinsame Forstbetrieb unter der Leitung von Roman Gisin setzt sich für die effiziente Bewirtschaftung der Wälder der Vertragspartner nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und des naturnahen Waldbaus, zur Produktion von Sachgütern und zum Erbringen von Dienstleistungen auch für Dritte ein. Ein grosses Anliegen ist zudem der Naturschutz. «Die Einwohnergemeinden Kaisten und Mettauertal arbeiten bereits heute eng mit dem Forstbetrieb Jura-Rhein zusammen und beauftragen diesen regelmässig, gemeinwirtschaftliche Leistungen zugunsten der Bevölkerung zu erbringen», wird hierzu seitens Mettauertal erklärt. Und weiter auch, dass mit der Aufnahme der beiden Einwohnergemeinden als Mitglieder der Gemeindeanstalt diese Zusammenarbeit auch organisatorisch und rechtlich abgebildet wird. «Die Erweiterung des Mitgliederkreises führt damit zu einer klaren und sachgerechten Zuordnung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen, welche zukünftig mehrwertsteuerrechtlich als Subventionen behandelt werden», wird der Beitritt empfohlen, der gleichzeitig auch die Verwaltungs- und Abrechnungsführung vereinfacht.
Abhängig von der Waldfläche
Der finanzielle Beitrag eines Mitgliedes richtet sich nach seinem Anteil an der gesamt bewirtschafteten Waldfläche. Für die Gemeinde Mettauertal, die bisher eine Fläche von 572,81 Hektaren der Ortsbürgergemeinde einbrachte und neu die Einwohnergemeinde mit 2,16 Hektaren den Mitgliederkreis erweitern soll, bedeutet das eine Einkaufssumme von 832 Franken. «Für Kaisten beträgt die Einkaufssumme 1671 Franken», erklärt Gemeindeschreiber Manuel Corpataux.
Die Gemeinderäte Kaisten, Mettauertal und Schwaderloch sowie die Abteilung Wald des Kantons Aargau haben einer Aufnahme der beiden Einwohnergemeinden Kaisten und Mettauertal als Neumitglieder der interkommunalen Anstalt «Forstbetrieb Jura-Rhein» per 1. Januar 2027 bereits zugestimmt. Jetzt liegt es an den beiden Einwohnergemeindeversammlungen, ebenfalls grünes Licht zu erteilen.