Keine Vorfasnachts-Revue in Rheinfelden
31.01.2026 RheinfeldenOrganisationskomitee hat Marschhalt beschlossen
Nach Jahren des Unterbruchs hätte 2026 in Rheinfelden wieder eine Vorfasnachts-Revue durchgeführt werden sollen. Doch das Projekt ist vorerst auf Eis gelegt.
Valentin Zumsteg
Das närrische Rheinfelden hat eine lange Tradition an Vorfasnachts-Revuen. Bis 2001 gab es das «Mümpfeli», später sorgte das «Brösmeli» für Lacher. Im Jahr 2022 wurde das «Mümpfeli» wiederbelebt. Ein Jahr später hätte es – mit starker Basler Beteiligung – erneut durchgeführt werden sollen, doch die Nachfrage nach Karten war derart gering, dass es die Organisatoren absagen mussten. Die Idee, eine Fasnachts-Revue im Zähringerstädtchen zu veranstalten, verschwand aber nie ganz. So setzte die Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) nach der letzten Fasnacht ein Organisationskomitee unter der Leitung von Béa Bieber ein. Ziel war es, ein «Zähringerli» im Schützen-Keller auf die Beine zu stellen.
«Viel vorbereitet»
Doch wer das diesjährige Rheinfelder Fasnachtsprogramm studiert, stellt fest, dass es keine Vorfasnachts-Revue geben wird. «Wir haben viel vorbereitet und aufgegleist», erklärt Béa Bieber gegenüber der NFZ. Das OK habe sich um das Rahmenstück und mögliche Gastauftritte gekümmert. Es zeichnete sich aber ab, dass nicht genügend Rheinfelder Fasnächtler gefunden werden können, die sich auf der Bühne produzieren wollen.
«Wir haben festgestellt, dass die Rheinfelder Fasnachtsgruppen andere Prioritäten setzen und die Kapazitäten für eine neue Revue nicht da sind», schildert Bieber. Aus diesem Grund habe das OK im vergangenen Herbst beschlossen, einen Marschhalt einzulegen und 2026 keine Revue durchzuführen. «Wir wollen nichts forcieren, das nicht gewünscht ist. Eine solche Revue muss von Rheinfeldern für Rheinfelder sein, sonst macht es keinen Sinn», sagt Bieber weiter.
Vielleicht im nächsten Jahr
Ganz vom Tisch ist das Projekt aber nicht. Falls Interesse besteht, soll für 2027 nochmals ein Anlauf genommen werden. «Das OK besteht weiterhin. Wir könnten die Unterlagen jederzeit aus der Schublade nehmen. Nach der Fasnacht 2026 werden wir das Thema nochmals besprechen», so Bieber.
Übrigens: Wer in diesem Jahr trotzdem schon vor der eigentlichen Rheinfelder Fasnacht in fasnächtliche Stimmung kommen will, geht nicht leer aus: Am 7. Februar wird sowohl der «Füürball» als auch das «Ouvertürli» der Spitzbuäbe gefeiert.

