Im Gebiet des Rheinfelderbergs finden am 6. September die Orientierungslauf-Schweizermeisterschaften über die Langdistanz statt. Die beiden Ausrichter, der OL-Klub Fricktal und die OL-Gruppe Basel, erwarten gegen 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche im neu kartierten Gelände vor ...
Im Gebiet des Rheinfelderbergs finden am 6. September die Orientierungslauf-Schweizermeisterschaften über die Langdistanz statt. Die beiden Ausrichter, der OL-Klub Fricktal und die OL-Gruppe Basel, erwarten gegen 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche im neu kartierten Gelände vor anspruchsvollen Herausforderungen stehen werden.
Willi Wenger
Veranstaltungsleiter Urs Kyburz sagt zur NFZ, dass er und sein Organisationskomitee gut auf Kurs seien. «Die neue OL-Karte ist so weit fertig. Kartograf Cäsar Scherrer hat die letzten Holzfällerarbeiten erfasst.» Kyburz ergänzt, dass die Bahnlegung ebenfalls weitgehend abgeschlossen sei, sodass die Karten für die Teilnehmenden wie geplant kurz vor dem Wettkampftag am 6. September gedruckt werden können.
Die Langdistanzmeisterschaften (LOM), die erstmals 1949 als Einzel-OL-Meisterschaften ausgetragen wurden, und welche erstmals überhaupt in Rheinfelden stattfinden werden, sind das Ergebnis von gut zweieinhalb Jahren sorgfältiger Planung von Seiten des OK. Zu dieser gehörte beispielsweise die Zusammenarbeit mit den Jägern, dem Naturschutz und den Forstbehörden. Und: Natürlich das Herstellen der benötigten Spezialkarte. Diese ist das Werk von Cäsar Scherrer, einem in der Region versierten Kartografen. «Für das Kartieren des Geländes habe ich rund 360 Stunden investiert. Die Strecke, die ich dabei im Wald mit meinem iPad, mit einer speziellen App sowie einem Navigationsgerät gewandert bin, entspricht dem Weg von Basel nach Bologna, also gut 550 Kilometern», blickt Scherrer auf diese Zeit von August bis November des vergangenen Jahres zurück.
Interessantes Laufgebiet
OK-Chef Kyburz und Scherrer wissen, dass der Wald des Rheinfelderbergs zu einem der interessantesten Laufgebiete der Region gehört. Diese Tatsache wird auch damit untermauert, dass vor Ort schon vielfach grosse Läufe wie nationale OLs, der Aargauer 3-Tage-OL oder der Baselbieter Team-OL stattgefunden haben. Dass sich das Laufgebiet in unmittelbarer Nähe zum Wettkampfzentrum in der Schulanlage Engerfeld befindet, ist ebenfalls im Sinne der Aktiven.
Die Frage, was die Läuferinnen und Läufer am Lauftag erwartet, beantwortet Kyburz im Exklusivgespräch in diesem Sinne, dass die neue Karte, das eigentliche Wettkampfinstrument, allerhöchste Qualität aufweisen wird und anspruchsvolle, faire und gut belauf bare Bahnen zur Verfügung stehen werden. Scherrer ergänzt, dass Bahnleger Brian Odermatt ein 80 Kontrollen umfassendes Postennetz entwickelt hat. «Da teilweise lange Routen zu laufen sind, wird es aufgrund des dichten Wegnetzes schw ierig sein, die richtigen Routenwahl-Entscheide zu treffen. Diese werden den Schlüssel zum Erfolg darstellen», so Scherrer beim Gespräch vor diesem Saisonhöhepunkt.
«Nationaler» am Samstag
Die Orientierungsläufer sind bereits einen Tag vor der Schweizermeisterschaft über die Langdistanz, am Samstag, 5. September, unterwegs. Auf dem Programm steht ein nationaler OL über die Mitteldistanz im Gebiet des Steppbergs. Zwischen 300 und 500 Höhenmetern erstreckt sich dort im typischen Tafeljura ein abwechslungsreiches Waldgebiet aus Misch- und Eichenbeständen. Auch an diesem Wettkampf steht eine neue OL-Karte zur Verfügung, welche Bahnleger Hansjörg Steck erstellt hat. Zum Lauf selbst sagt Steck, dass der Mitteldistanz-OL relativ kurze Strecken aufweisen wird. «Die Abstände zwischen den Posten sind eher kurz, und es muss viel quer durch den Wald gelaufen werden», beschreibt Steck die Anforderungen an die 1300 erwarteten Wettkämpferinnen und Wettkämpfer an diesem physisch weniger harten Lauf, im Vergleich zur Langdistanz vom Sonntag. Letztlich sei eine gute Feinorientierung das A und O für einen erfolgreichen Lauf.
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