Das Projekt «Storchenwiese» nimmt weiter Konturen an
Kürzlich setzte der Natur- und Vogelschutz Möhlin 450 Sträucher. Es ist ein weiterer Schritt, um diesen für die Biodiversität reservierten Naturraum erblühen zu lassen. Eine Herausforderung ...
Das Projekt «Storchenwiese» nimmt weiter Konturen an
Kürzlich setzte der Natur- und Vogelschutz Möhlin 450 Sträucher. Es ist ein weiterer Schritt, um diesen für die Biodiversität reservierten Naturraum erblühen zu lassen. Eine Herausforderung bleibt der Mensch.
Ronny Wittenwiler
«Eine Insel voller Leben» titelte die NFZ am 19. September: Auf einer 1,2 Hektaren grossen Landparzelle am Siedlungsrand von Möhlin und in unmittelbarer Nähe zur Storchenstation entsteht ein neuer Naturraum. Das Projekt hilft einer unter Druck geratenen Biodiversität auf die Sprünge.
Einweihung am 25. April
Das volle Leben, selbstverständlich, ist noch nicht ersichtlich. Gespannt wartet man auf den allerersten Frühling. Kürzlich pflanzten Freiwillige vom Natur- und Vogelschutz 450 einheimische Sträucher, insgesamt elf verschiedene Pflanzenarten. «Ein Grossteil machen Dornensträucher aus», sagt Markus Kasper, Co-Präsident beim Naturund Vogelschutz NVM. So werden also bald einheimische Rosen, Weissdorn, Schwarzdorn oder Kreuzdorn blühen. «Es wird alles noch grüner und bunter werden», sagt Kasper und freut sich über das Interesse und die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Die offizielle Einweihung des neuen Naturraums «Storchenwiese» erfolgt am 25. April 2026 – anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des NVM.
Spielregeln
Eine Infotafel zu den Tierarten setzt Interessierte bereits jetzt in Kenntnis über diesen neuen Spielplatz der Natur. «Der Ort soll alles andere als ein Tabu sein», sagt Markus Kasper. Im Gegenteil, und darüber hat die NFZ bereits berichtet: Ausgestaltet mit Sitzgelegenheiten im Vorbereich zu diesem Kleinod, soll der Bevölkerung, insbesondere Schulklassen, der Blick auf ein Stückchen Natur vor der Haustür nähergebracht werden. Und doch hat sich gezeigt, dass eine aktive Information zu den Spielregeln vonnöten sein wird. Markus Kasper sagt es ohne Mahnfinger, aber er sagt es: «Die Löss- und Sandschüttungen zum Beispiel wären eigentlich als Nistplatz für Wildbienen gedacht und nicht als Sandkasten wie auf einem Spielplatz.» Der Versuchung konnten vereinzelte nicht widerstehen – dort auf jener Fläche, die Vögeln, Reptilien, Amphibien, Insekten und kleineren Säugetieren ein Refugium bieten soll. Dass es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, mit Regeln, die nun mal die Natur schützen sollen – diese Tafeln werden demnächst aufgestellt werden. Unmittelbar neben dem richtigen Kinderspielplatz.