In letzter Sekunde kassiert Möhlin den Ausgleich
27.10.2026 Möhlin, SportHandball, NLB: Baden-Endingen entführt einen Punkt aus dem Steinli
In einer hochspannenden Schlussphase traf Janis Thomann noch zum 38:38-Ausgleich und liess das Gäste-Team in Jubel ausbrechen. Lange lag Möhlin vorne, ehe in der Schlussviertelstunde die Lösungen ausblieben und sich ...
Handball, NLB: Baden-Endingen entführt einen Punkt aus dem Steinli
In einer hochspannenden Schlussphase traf Janis Thomann noch zum 38:38-Ausgleich und liess das Gäste-Team in Jubel ausbrechen. Lange lag Möhlin vorne, ehe in der Schlussviertelstunde die Lösungen ausblieben und sich Fehler bemerkbar machten.
Christine Steck
Die Möhliner mussten sich nach dem Abpfiff zuerst sammeln, den Frust vom Leibe schreien. Gezeichnet von einer energieraubenden und bärenstarken Leistung über weite Phasen, hatten sie sich den Ausgang der Partie anders vorgestellt. Dass die letzte Aktion – Trainer Zoltan Majeri nahm noch die Auszeit und fünfzehn Sekunden waren noch auf der Uhr – mit einem ärgerlichen Ballverlust und dem beherzten Vorpreschen des Baden-Endingens Topscorers zum erwähnten Ausgleich endete, war sehr bitter. Dabei hatte Möhlin zuvor vieles richtig gemacht und den 400 Zuschauern spannende Handballkost geboten.
Erste Halbzeit mit leichtem Vorsprung
Möhlin startete gut, schloss variabel ab, mal von aussen, vom Kreis oder auch via Rückraumwürfe von Sadok Ben Romdhane. Tat man sich im gebundenen Angriff über die präsente Gegner-Abwehr schwer, folgten immer wieder schnelle Kontertore. So nahm Baden-Endingens Trainer Stevic beim 12:11 (21.) die erste Auszeit in der Partie. Ausnahmetalent Janis Thomann, erst 17 Jahre alt und für die mit Abstand meisten Gästetore verantwortlich, erzielte danach den erneuten Ausgleich. Möhlins Finn Kreuzer liess zwei tolle Tore folgen, musste danach aber verletzt vom Feld. Für ihn kam Jan Lüthy auf die Platte und notierte danach ebenfalls zwei Zähler (17:14, 25.). Das Heimteam ging schliesslich mit 20:17 in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte Möhlin wie aus einem Guss, zudem landeten die Abpraller wieder in den eigenen Händen und ermöglichten den nächsten Torerfolg. In der Folge zeichnete sich auch Torhüter Robin Santeler mit mehreren Paraden aus. Aus einem Vier-, Fünf-Tore-Vorsprung wuchs das Score in der 46. Minute gar auf einen Acht-Tore-Vorsprung (34:26). Doch man spürte, wie die Intensität und die Kräfte immer mehr zum Thema wurden. So verlor man vorne zunehmend den Faden und öffnete damit die Türe für Baden-Endingen. So setzten Vanja Sehic und Thomann zur Auf holjagd an, während das Heimteam jetzt offensiv zu blass agierte (35:33, 56.). Zwar blieb Ardin Berisha nervenstark vom Siebenmeter (58.), aber blitzschnell tankte sich danach Topscorer Thomann durch und stellte auf minus eins. Anderthalb Minuten noch. Jan Waldmeier erhöhte für Möhlin wieder auf plus zwei und musste danach wegen einem Foul auf die Bank (60.). Ein nächster Siebenmeter für die Gäste landete im Tor und Berisha antwortete mit dem nächsten Treffer zum 38:36 – dreissig Sekunden vor Schluss. Die Gäste trafen erneut, ehe es zur Auszeit von Zoltan Majeri kam (38:37) und zur erwähnten Szene mit dem unpräzisen Zuspiel und Ballverlust.
Als Best Player auf Möhliner Seite wurde Nerdin Vunic ausgezeichnet, bei den Gästen kam die Ehre Janis Thomann zu. Ein weiterer Applaus gebührte den beiden Schiedsrichtern Simon Hennig und Morad Salah, welche im Rahmen der «Week of the Referee» besondere Aufmerksamkeit erhielten.
Möhlin mit: Santeler (11/49, 23%), Roth; Ceppi, Vunic (3), Wunderlin, Soder, Kreuzer (4), Ben Romdhane (8), Lindner (3), Giezeman (6), Berisha (3), Lüthy (5), Waldmeier (6).
Am Freitag kommt ein NLA-Club ins Steinli
Bereits am Freitag findet das nächste Highlight für die erste Mannschaft statt. Ab 20 Uhr spielt der TV Möhlin gegen GC Amicitia Zürich um den Einzug in den Cup-Viertelfinal.
Auch diese Partie verspricht spannenden und anspruchsvollen Handballsport im heimischen Steinli. (cs)

