Immer mehr Auflagen für Flohmarkt-Betreiber

  07.05.2026 Rheinfelden

Am nächsten Samstag werden über 160 Stände in Rheinfelden erwartet

Seit 21 Jahren gibt es den Flohmarkt in der Rheinfelder Altstadt. Er erfreut sich grosser Beliebtheit. Die stetig zunehmenden Auflagen machen den Organisatoren aber das Leben schwer.

Valentin Zumsteg

Der Flohmarkt in der Rheinfelder Altstadt, der seit 21 Jahren vom Geschwisterpaar Ines Lehmann und Claudio Meier organisiert wird, ist ein Magnet. Jeweils im Mai und September lockt die Veranstaltung viele Besucherinnen und Besucher ins Städtchen. Die Beizen und auch die Geschäfte profitieren von den Gästen. Für Ines Lehmann und Claudio Meier wird der Aufwand aber von Jahr zu Jahr grösser, denn es gibt immer neue Auflagen, die den beiden das Leben schwer machen.

Zu wenig Parkplätze für Marktfahrer
Am nächsten Samstag wird der nächste Flohmarkt durchgeführt: Über 160 Stände werden im Städtchen erwartet. «Wir sind völlig ausgebucht», sagt Claudio Meier. Auch bei der diesjährigen Ausführung gibt es neue Vorgaben, die sie berücksichtigen müssen. Das grösste Problem diesmal sind die fehlenden Parkplätze für die Aussteller. Bislang durften sie jeweils den Hauptwachplatz nutzen, um ihre Autos abzustellen. Das ist in diesem Jahr nicht mehr möglich, die Stadt erlaubt dies nicht mehr, nur noch hinter der Stadtkirche stehen einige Plätze zur Verfügung. «Das ist ein Problem für uns. Wo sollen die Besucherinnen und Besucher parkieren, wenn die Aussteller, die früh kommen, die öffentlichen Parkplätze nutzen», erklärt Ines Lehmann.

Claudio Meier nimmt als Marktfahrer selbst an vielen Märkten in der Schweiz teil. «Überall werden für die Marktfahrer kostenlose Parkplätze zur Verfügung gestellt», betont er.

Ebenfalls neu in diesem Jahr: Erstmals dürfen aus Sicherheitsgründen Marktstände in der Brodlaube nur noch auf einer Seite aufgebaut werden. Bislang gab es Stände auf beiden Seiten. Um dies zu kompensieren, wird neu auch die Jagdgasse für den Markt genutzt. «Wir hoffen, dass dies von den Besuchern angenommen wird», so Lehmann.

Kinder neu auf dem Gustav-Kalenbach-Platz
Die dritte Neuerung betrifft die Kinder: Diese konnten ihre Waren lange in der Marktgasse kostenlos verkaufen. Das hatte sich über die Jahre so eingebürgert, doch die Stadt will das nun ebenfalls nicht mehr. «Auch hier soll die Sicherheit der Hauptgrund sein», sagt Claudio Meier. Als Alternative dürfen die Kinder neu den Gustav-Kalenbach-Platz kostenlos nutzen – dieser ist allerdings nicht so zentral gelegen.

Ines Lehmann und Claudio Meier fühlen sich von der Stadt nicht unterstützt. Sie organisieren den Flohmarkt seit zwei Jahrzehnten, doch ihr Aufwand wird laufend grösser. «Diesmal mussten wir ein halbes Jahr auf die Bewilligung warten, obwohl wir das schon so lange machen», schildert Claudio Meier. Ines Lehmann kann das nicht verstehen: «Der Markt bringt viele Besucherinnen und Besucher ins Städtchen. Davon profitiert die ganze Altstadt.»

Die jeweils positiven Reaktionen der Marktfahrer sowie der Besucherinnen und Besucher motivieren das Geschwisterpaar aber, den Markt auch in Zukunft zu organisieren – trotz aller Widrigkeiten.

Flohmarkt in der Rheinfelder Altstadt. Samstag, 9. Mai, 9 bis 16 Uhr.


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