Die Zahl der Trauungen ist im Regionalen Zivilstandsamt Rheinfelden im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Anders sieht es im oberen Fricktal aus: Dort gab es ein deutliches Plus.
Valentin Zumsteg
Geheiratet wird immer – doch im Jahr 2025 waren die Menschen im ...
Die Zahl der Trauungen ist im Regionalen Zivilstandsamt Rheinfelden im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Anders sieht es im oberen Fricktal aus: Dort gab es ein deutliches Plus.
Valentin Zumsteg
Geheiratet wird immer – doch im Jahr 2025 waren die Menschen im unteren Fricktal weniger heiratsfreudig als im Vorjahr. «Wir verzeichneten im Zivilstandskreis Rheinfelden 202 Ziviltrauungen», erklärt Adrian Keller, Leiter des regionalen Zivilstandsamts in Rheinfelden. Das sind leicht weniger als 2024, als sich 210 Paare das Ja-Wort gegeben haben. Doch auch der längerfristige Trend ist rückläufig, wie Keller ausführt. «Im lang jährigen Durchschnitt von jährlich 222 Trauungen seit der Regionalisierung 2004 liegen wir im dritten Jahr in Folge darunter.»
Warten auf Abschaffung der Heiratsstrafe
Woran das liegt, sei aus Sicht eines einzelnen Amtes schwierig zu beurteilen. «Vielleicht warten viele Pärchen ab, bis die sogenannte Heiratsstrafe wegfällt. Oder der jungen Generation ist die Institution der Ehe tatsächlich zu altmodisch. Wir wissen es nicht», hält Keller fest. «Gut möglich, dass das Hochzeitsbarometer bald wieder gegen oben ausschlägt. Ob es dann wieder Spitzenwerte mit 250 bis 260 Trauungen pro Jahr gibt, wie in den Jahren 2015 bis 2018, wird sich zeigen», so Keller.
Besonders beliebt waren im vergangenen Jahr in Rheinfelden die sechs Samstags-Termine für Trauungen. Doch auch der Freitag, 12.12., war gefragt und verzeichnete fünf Trauungen. Im Jahr 2026 geht es im gleichen Stil weiter: «Alle Termine für die Samstagstrauungen sind bereits vergeben und auch der 26.6.2026 ist schon ausgebucht», wie Adrian Keller ausführt.
Im oberen Fricktal war 2025 ein starkes Jahr. Im Zivilstandskreis Laufenburg gaben sich 141 Paare das Ja-Wort. Das sind deutlich mehr als 2024, als sich 117 trauten oder 2023, als es 109 Trauungen gab. Besonders beliebt waren in Laufenburg 2025 alle Daten mit dem 25. Tag. «Insbesondere der 25. April 2025. Ansonsten waren die Monate April bis und mit September sehr stark gebucht», erklärt Amtsleiterin Martina Wirthlin. Für das laufende Jahr sind bereits zirka 70 Termine reserviert und rund 20 weitere angekündigt. Geheiratet wird also immer – aber nicht überall gleich viel.
Lange Bearbeitungszeiten
Im November 2024 ist in der Schweiz die neue Generation des elektronischen Personenstandsregisters Infostar New Generation eingeführt worden. «Die Umstellung ist gelungen und die neuen Arbeitsabläufe sind verinnerlicht», schildert Adrian Keller, Leiter Regionales Zivilstandsamt Rheinfelden. Effiziente interne Abläufe schützten aber nicht vor äusseren Einflüssen: «So führte die Überlastung des Staatssekretariats für Migration (SEM) in Bern im Frühjahr in einzelnen Fällen zu Bearbeitungszeiten von über sechs Monaten für die Beurkundung einer Geburt. Gegenwärtig ist das SEM wieder à jour und die Bearbeitungsfristen sind im gewohnten Rahmen», berichtet Keller. (vzu)