Im Sisslerfeld rollen jetzt die Bagger
13.10.2026 Fricktal«Perspektive Sisslerfeld» fragt nach
Nach sieben Jahren Planung und Aufbauarbeit werden im Sisslerfeld konkrete Fortschritte sichtbar: Gemeinden, Kanton und Unternehmen treiben die Entwicklung des wichtigen Wirtschaftsstandorts gemeinsam voran.
Susanne Hörth
Seit sieben ...
«Perspektive Sisslerfeld» fragt nach
Nach sieben Jahren Planung und Aufbauarbeit werden im Sisslerfeld konkrete Fortschritte sichtbar: Gemeinden, Kanton und Unternehmen treiben die Entwicklung des wichtigen Wirtschaftsstandorts gemeinsam voran.
Susanne Hörth
Seit sieben Jahren arbeiten Gemeinden, Kanton, Regionalplanungsverband und Unternehmen gemeinsam an der Zukunft des Sisslerfeldes. Was lange vor allem geplant, abgestimmt und vorbereitet wurde, wird nun zunehmend sichtbar: Bauprojekte, wie beispielsweise die Erschliessungsstrasse «Südspange» auf Eiker Gebiet, kommen voran, Firmen investieren und die vier Standortgemeinden Eiken, Sisseln, Münchwilen und Stein rücken enger zusammen.
Die aktuelle, siebte Ausgabe der Broschüre «Perspektive Sisslerfeld» blickt deshalb nicht nur zurück, sondern zeigt auch, wie viel in den vergangenen Jahren entstanden ist. Im Vorwort heisst es: «Seit gut sieben Jahren arbeiten zahlreiche Menschen mit Herzblut an der Zukunft des Sisslerfelds. Eine solche Entwicklung braucht einen langen Atem, denn Erfolge sind nicht immer auf Anhieb sichtbar.» Umso stärker rückt die Ausgabe jene grösseren und kleineren Projekte in den Fokus, die zusammen die Entwicklung des Gebiets prägen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die vier Sisslerfeld-Gemeinden Eiken, Stein, Sisseln und Münchwilen. Eikens Gemeindeammann Stefan Grunder hebt hervor, dass sich die Zusammenarbeit deutlich positiv entwickelt habe. Auch anspruchsvolle Themen wie Wasser- und Abwasserfragen würden offen angesprochen und gemeinsam bearbeitet. Wichtig sei den Gemeinden zudem ein durchdachtes Verkehrskonzept, damit der öffentliche Verkehr sinnvoll weiter ausgebaut werden könne.
Auch Bruno Tüscher, Gemeindeammann von Münchwilen, sieht in der Gebietsentwicklung eine grosse Chance – verbunden mit anspruchsvollen Aufgaben. Besonders motiviere ihn die bevorstehende Harmonisierung der Bau- und Nutzungsordnung. Sie soll eine gemeinsame Grundlage für das Sisslerfeld schaffen und wichtige Weichen für die Zukunft stellen.
Mehr Strahlkraft
Dass auch die Wirtschaft an den Standort glaubt, zeigen aktuelle und geplante Investitionen von Unternehmen wie Syngenta, DSM, Firmenich, Getec, Skan, Lonza und Bachem. Für Rainer Schaub, Gemeindeammann von Sisseln, gewinnt das Sisslerfeld dadurch weiter an Strahlkraft. Die ansässigen Firmen seien bereit, über einzelne Parzellengrenzen hinauszudenken und gemeinsame Projekte anzugehen. Genau diese Zusammenarbeit sei entscheidend, damit die Entwicklung gelinge.
Für Steins Gemeindeammann Beat Käser ist besonders erfreulich, dass die Entwicklung inzwischen sichtbar geworden ist. «Nach sieben Jahren intensiver Planung stehen nun die Bagger da», sagt er. Die Südspange werde gebaut, Lonza habe sich angesiedelt und baue ihre Anlagen bereits aus, auch Bachem investiere. Möglich geworden sei dieses Voran kom men dan k der guten Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Kanton, Regionalplanungsverband und Firmen.
Das Sisslerfeld hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen, viel diskutierten Planungsraum zum Entwicklungsprojekt entwickelt, welches Geduld, Koordination und Vertrauen verlangt. Nach sieben Jahren Aufbauarbeit geht es nun darum, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts aktiv zu gestalten. Das wird unter anderem in den Worten der Ammänner der vier Sisslerfeld-Gemeinden deutlich. Und in der Broschüre «Perspektive Sisslerfeld» lautet die Devise für die nächsten Jahre «Dranbleiben». Es brauche noch viele weitere Mosaiksteine, damit am Schluss ein buntes und ansprechendes Gesamtwerk entsteht.

