Am Montag begann für den frisch gewählten SVP-Nationalrat Christoph Riner eine neue politische Ära in Bern. Im Gespräch mit der NFZ erzählt der Zeiher von seinen Gefühlen und ersten Eindrücken im Bundeshaus.
Susanne Hörth
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Am Montag begann für den frisch gewählten SVP-Nationalrat Christoph Riner eine neue politische Ära in Bern. Im Gespräch mit der NFZ erzählt der Zeiher von seinen Gefühlen und ersten Eindrücken im Bundeshaus.
Susanne Hörth
NFZ: Herr Riner, Sie sind am Montagmorgen mit dem Zug nach Bern gereist. Wie gross war Ihre Aufregung und hält diese noch an?
Christoph Riner: Es war eine gute Mischung aus Freude und Nervosität. Eine gewisse Aufregung ist noch da, denn es ist immer noch die erste Sessionswoche und vieles ist neu, aber auch sehr spannend.
Dieses Neue und Spannende hat Sie sicher auch beim Betreten des Bundeshauses, Ihrem neuen politischen Wirkungsort, begleitet. Wie würden Sie Ihre Gefühle beschreiben?
Es war ein spezielles, aber schönes Gefühl, ich hatte Freude und bin dankbar, unsere Region und die Menschen, die in dieser leben, zu vertreten. Ich darf sagen, ich bin mit dem Fricktal im Herzen nach Bern gereist.
Was geht einem bei der Vereidigung durch den Kopf? Haben Sie gezögert oder ging alles sehr spontan?
Ich habe nicht gezögert und die Vereidigung sehr bewusst wahrgenommen. Man kann wählen, ob man geloben oder vor Gott schwören will. Für mich war völlig klar, dass ich vor Gott schwören will. «Ich schwöre vor Gott dem Allmächtigen, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pf lichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen».
Haben Sie vor, zuerst einfach mal zuzuhören; zu sehen, wie der Betrieb so läuft, oder wollen Sie sich so schnell als möglich auch einbringen?
Ich habe vor, mich zuerst zu informieren, zuzuhören und mich mit verschiedenen Kollegen auszutauschen. Das läuft bereits sehr gut. Aber sowohl in der Fraktionssitzung als auch im Rat will ich mich dann auch einbringen, denn dafür bin ich gewählt. Ich hoffe, hier einen pragmatischen Weg zu finden.
Wissen Sie schon, ob und in welchen Kommissionen Sie Einsitz nehmen werden?
Ich habe das eben erst erfahren und ich darf in der staatspolitischen Kommission Einsitz nehmen, was mich wirklich sehr freut.
Haben Sie für die jeweils drei Wochen dauernden Sessionen schon eine Unterkunft in Bern gefunden?
Je nach Dauer der Sitzung bleibe ich in Bern oder komme ins Fricktal. Wenn ich in Bern bleibe, habe ich ein kleines, günstiges Hotelzimmer. Ich brauche es ja nur zum Schlafen und damit ich am Morgen wieder früh beginnen kann.
Ganz allgemein: Wie geht es Nationalrat Christoph Riner nach den ersten Tagen im neuen Amt in Bundesbern?
Mir geht es gut. Ich habe viele neue Eindrücke erfahren, viele neue Menschen kennengelernt, viel Post erhalten und ich bin sehr motiviert für das Amt als Nationalrat. Ich merke aber gerade auch in diesen Tagen, wo so vieles auf mich zukommt, wie gerne ich das Fricktal und die Menschen, die hier leben, habe.