Frick: Höhere Steuereinnahmen, weniger Aufwand
06.03.2026 FrickEinwohnergemeinde Frick mit erfreulichem Jahresabschluss 2025: Dank einem Finanzierungsüberschuss von 3,78 Mio. Franken konnten Schulden abgebaut werden. Die Nettoschuld beläuft sich per Ende 2025 auf noch 10,69 Mio. Franken. Die Verschuldung pro Einwohner konnte auf 1738 Franken reduziert werden.
Die Erfolgsrechnung 2025 der Einwoh nergemeinde Frick schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,53 Millionen Franken ab. Der Rechnungsabschluss übertrifft damit den budgetierten Überschuss von lediglich 62 000 Franken deutlich. Den grössten Teil zum guten Jahresergebnis trugen die Steuererträge bei, die um netto 771 000 Franken über Budget liegen. Weiter konnte der budgetierte Aufwand, insbesondere im Bereich Bildung und der sozialen Sicherheit, unterschritten werden. Es resultiert eine hohe Selbstfinanzierung von knapp über 4,5 Millionen Franken.
Steuerertrag deutlich höher
Der Steuerabschluss übertraf mit total 20,068 Millionen Franken das Budget insgesamt um 771 000 Franken. Gegenüber dem Steuerabschluss des Jahres 2024 sind Mehrerträge von total 1,105 Mio. Franken zu verzeichnen. Die Einkommensund Vermögenssteuern übertrafen mit 16,373 Mio. Franken das Budget um ca. 143 000 Franken. Die Gewinnsteuern juristischer Personen lagen mit 1,828 Mio. Franken um rund 378 000 Franken über Budget, die Quellensteuern überschritten mit 1,258 Mio. Franken den Voranschlag um 308 000 Franken. Mit netto 589 000 Franken wurde der budgetierte Ertrag aus Sondersteuern (Nachsteuern, Grundstückgew innsteuern, Erbschafts- und Schenkungssteuern) um 151 000 Franken nicht erreicht. Dies ist hauptsächlich auf die Erbschaftsund Schenkungssteuern zurückzuführen, die um 114 000 Franken unter Budget lagen.
Das Budget konnte dank einer grossen Disziplin in fast allen Abteilungen unterschritten werden. Besonders erfreulich sind die im Vergleich zum Budget tieferen Kosten im Bereich der sozialen Sicherheit, die um 133 000 Franken unter dem budgetierten Aufwand lagen. Die aktuelle Entwicklung im Sozialbereich deutet allerdings auf eine Zunahme von Unterstützungsfällen hin.
Diverse Unterschreitungen
Der Nettoaufwand im Bildungsbereich lag um ca. 250 000 Franken unter den Erwartungen im Budget 2025. Dazu trugen eine Vielzahl von einzelnen Kostenunterschreitungen in allen Bereichen der Schulen bei. Stiegen in den letzten Jahren die gebundenen Ausgaben der Beiträge an die Restkostenf inanzierung mehrfach stark an, so gingen sie im Jahr 2025 entgegen diesem Trend leicht zurück. Insgesamt waren die Kosten im Gesundheitsbereich leicht rückläufig.
Letztes Jahr konnte eine Selbstfinanzierung von über 4,51 Mio. Franken erwirtschaftet werden.
Diese liegt um fast eine Million Franken höher als im Vorjahr. Die Selbstfinanzierung betrifft die Mittel, die aus der Erfolgsrechnung zur Finanzierung von Investitionen erzielt werden. Letztes Jahr wurden brutto Investitionen über 1,25 Mio. Franken getätigt und Investitionseinnahmen von 510 000 Franken erzielt. So entstand ein Finanzierungsüberschuss von 3,78 Mio. Franken, der zum Abbau der Schulden eingesetzt wurde.
Schulden pro Kopf reduziert
Die Nettoschuld beläuft sich per Ende 2025 auf noch 10,69 Mio. Franken. Die Verschuldung pro Einwohner konnte auf 1’738 Franken reduziert werden und liegt damit deutlich unter der vom Kanton empfohlenen Kennzahl von maximal 2’500 Franken pro Einwohner. Der absehbare Werterhalt der umfang reichen In frastru ktu r m it hohen Investitionen erfordert auch in Zukunft eine hohe Selbstfinanzierung, um einen starken A nstieg der Schulden vermeiden zu können. (mgt/nfz)

