HEV Fricktal - Energiesanierung – Vorgehen und Erfahrungen
04.06.2026 FricktalMEHR WERT FÜR HAUSEIGENTÜMER
Patrick Burgherr
Vizepräsident HEV Fricktal
Energiesanierung – Vorgehen und Erfahrungen
Das Thema Energiesanierung beschäftigt viele Eigentümer stark, seit die ...
MEHR WERT FÜR HAUSEIGENTÜMER
Patrick Burgherr
Vizepräsident HEV Fricktal
Energiesanierung – Vorgehen und Erfahrungen
Das Thema Energiesanierung beschäftigt viele Eigentümer stark, seit die Abschaffung des Eigenmietwerts beschlossen wurde und seit die Energiepreise wieder stark angestiegen sind. Oft wird dabei nicht nur eine PV-Anlage montiert, sondern es werden im gleichen Zug auch Energiesparmassnahmen umgesetzt. Für ein befriedigendes Gesamtergebnis mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis lohnt es sich, Schritt für Schritt vorzugehen. Zuerst wird ermittelt, welche Massnahmen überhaupt sinnvoll sind. Dafür wird von einem ausgebildeten und zugelassenen Fachmann der aktuelle, energetische Zustand der Liegenschaft in einem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) festgehalten. Im GEAK Plus werden zusätzlich die möglichen, baulichen Massnahmen mit ihren Einsparungen und Kosten aufgezeigt. Dann muss die Bauherrschaft entscheiden, welche Massnahmen umgesetzt werden sollen. Wichtig ist, abzuklären, ob es eine Baubewilligung braucht. Im Aargau ist für energetische Sanierungen in der Regel ein Baugesuch oder zumindest eine Meldung erforderlich, besonders bei Massnahmen, die das äussere Erscheinungsbild verändern, wie neue Fassadenisolationen, Dachsanierungen oder die Aufstellung von Wärmepumpen. Damit die Baustelle reibungslos läuft, muss für jeden Handwerker beschrieben werden, wer was in welcher Reihenfolge zu tun hat. Sollen viele verschiedene Massnahmen in kurzer Zeit umgesetzt werden, ist eine Bauleitung sehr zu empfehlen. Wir haben bei unserem eigenen Haus 2024 und 2025 gute Erfahrungen gemacht. Von den ersten Ideen bis zum Ende brauchten wir rund zwei Jahre. Es hat sich gelohnt, sich für die Vorbereitung Zeit zu lassen und zusammen mit den Planern gut zu überlegen, was genau umgesetzt werden soll. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden: Es ist im Haus deutlich ruhiger und die Temperatur angenehmer geworden. Unsere jährlichen Stromkosten sind nun rund 3000 Franken tiefer und wir müssen ausser im Winter nur noch ganz wenig Strom kaufen.
Der HEV empfiehlt allen Haus- und Stockwerkeigentümern, sich ausreichend Zeit zu nehmen und erfahrene Spezialisten beizuziehen. Machen Sie eine breite Betrachtung von Kosten und Nutzen und lassen Sie sich niemals drängen. Der HEV kann Ihnen geeignete Ansprechpersonen vermitteln.
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