Der Laufenburger Schwanenvater Hannes Burger ist glücklich: Seit Mai zieht ein Schwanenpaar mit seinem Nachwuchs auf dem Rhein bei Laufenburg die Blicke auf sich. Besonders Hannes Burger verfolgt das Aufwachsen der Jungtiere mit grosser Freude – und mit der Sorge eines langjährigen, ...
Der Laufenburger Schwanenvater Hannes Burger ist glücklich: Seit Mai zieht ein Schwanenpaar mit seinem Nachwuchs auf dem Rhein bei Laufenburg die Blicke auf sich. Besonders Hannes Burger verfolgt das Aufwachsen der Jungtiere mit grosser Freude – und mit der Sorge eines langjährigen, stillen Beobachters.
Susanne Hörth
Ein beliebtes Fotosujet in Laufenburg ist in diesem Jahr sicher das Schwanenpaar, das seit Mai mit seinen Jungtieren unterwegs ist. Einer, der die Schwanenfamilie fast täglich beobachtet und sie oft mit der Kamera oder dem Smartphone fotografiert, ist Hannes Burger. Schon seit seiner Kindheit hegt der Laufenburger eine grosse Sympathie für diese stolzen Wasservögel. «Als Bub beobachtete ich bei Aufenthalten am Zürichsee sehr gerne Schwäne.»
Freude und Sorge
Daran hat sich auch Jahrzehnte später nichts geändert. Nicht nur, aber hauptsächlich, beobachtet Hannes Burger mittlerweile an seinem Woh nort Lau fen bu rg die Schwäne. Brüten die Elterntiere auf den Eiern und schlüpfen die Küken, halten sich bei ihm jeweils Freude und Sorge die Waage: Freude darüber, dass es Nachwuchs gegeben hat, und Sorge, dass dieser nicht überlebt. Letzteres ist in den vergangenen Jahren in Laufenburg mehrfach vorgekommen. Auch von den sieben Jungtieren starben dieses Jahr drei bereits kurz nach dem Schlüpfen. Dass die vier Jungschwäne am heutigen Freitag bereits 112 Tage alt sind, macht Hannes Burger glücklich. «Es ist schön und eine Genugtuung für mich, dass ich das nun doch einmal erleben durfte.»
Dass anstelle des üblichen Graus, drei der vier Küken weiss aus den Eiern geschlüpft sind, empfindet er zusätzlich als etwas ganz Besonderes. Dank seiner regelmässigen Beobachtungen kann er die Jungtiere auch anhand ihres Verhaltens unterscheiden. «Der Graue, übrigens der grösste der vier, ahmt in seinem Gehabe gerne den Vater nach.» Oft bleibt Burger mehr als eine Stunde am Rhein und geniesst als stiller Beobachter seine gefiederten Freunde.
Bald werden sie flügge
«Wahrscheinlich nicht mehr allzu lange», sagt Hannes Burger auf die Frage, wie lange die Jungschwäne noch beim Elternpaar bleiben. «Sie werden bald fliegen können.» Dann komme auch der Zeitpunkt, an dem sie im Revier (Rheinsulz bis zum Kraftwerk Laufenburg) der Eltern nicht mehr geduldet werden. Bis es so weit ist, wird der Schwanenfreund sie regelmässig weiter beobachten.