Hasler verpasste den Kranz knapp
18.08.2026 SportNordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil
Als letztes Kranzfest der Saison fand das Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil statt. Nick Alpiger konnte sich durchsetzen. Luis Hasler verpasste den Kranz nur knapp.
Ludwig Dünner
Der heisse Sommer dominierte ...
Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil
Als letztes Kranzfest der Saison fand das Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil statt. Nick Alpiger konnte sich durchsetzen. Luis Hasler verpasste den Kranz nur knapp.
Ludwig Dünner
Der heisse Sommer dominierte in diesem Jahr die Schwingfeste. Daran änderte sich auch zum Abschluss der Kranzfestsaison nichts. Trockene Plätze, die in der Arena neben den Sägemehlringen viel Staub aufwirbelten, waren in diesem Jahr, je länger die Saison dauerte, ein übliches Bild. 136 Schwinger traten am Sonntagmorgen in Mümliswil an. Vom Schwingklub Fricktal waren es sechs Aktivschwinger, welche sich den Zweikämpfen stellten. Die beiden Fricktaler Kranzschwinger Sämi Schmid und Tobias Dünner fehlten verletzungsbedingt im Teilnehmerfeld. Sie unterstützten ihre Fricktaler Kollegen aber vom Platzrand aus. Der Seoner Eidgenosse Nick Alpiger zeigte von Beginn des Festes an, dass er sein Palmarès mit dem Titel am Nordwestschweizer-Verbandsfest ergänzen wollte. So kämpfte er fokussiert Gang um Gang seinem Ziel entgegen. Er war der Einzige, der nach fünf Gängen fünf Siege verzeichnen konnte. So sicherte er sich den Einzug in den Schlussgang, wo er seinen Kontrahenten Lars Voggensperger in der neunten Minute bezwingen konnte und so das Nordwestschweizer-Verbandsfest zum ersten Mal gewann.
Das zweite Sternchen war greifbar
Die Fricktaler Luis Hasler, Simon Müller, Jonas Bühler, Lorenz Jehle und Moritz Trukenmüller starteten am Sonntagmorgen alle erfolgreich mit einem gewonnen Gang ins Fest. Luis Hasler musste im zweiten Gang gegen den Baselbieter Eidgenossen Adrian Odermatt zusammengreifen, wobei er eine Niederlage hinnehmen musste. Ebenfalls musste er im vierten Gang gegen dessen Bruder Jonas Odermatt eine Niederlage hinnehmen. Die Gänge drei und fünf konnte Luis Hasler für sich entscheiden. So startete er mit einer Punktzahl von 46,75 in den sechsten Gang und hatte damit noch eine reelle Chance auf seinen ersten Teilverbandskranz. Im diesem sechsten Gang musste er gegen den jungen Solothurner Timo Gisler (Jahrgang 2009) zusammenschwingen. Mit seinen zwei Metern Körpergrösse ist Gisler rund 20 Zentimeter grösser als Hasler. Wie Hasler kämpfte auch Gisler um seinen ersten Teilverbandskranz. «Er hat einfach nur lange Beine», sagte Hasler nach seinem letzten Gang, in welchem er den Kranz gegen Timo Gisler verlor. Der zweite Fricktaler Kranzschwinger Lukas Krähenbühl musste mit einer Niederlage ins Fest starten, konnte den zweiten und fünften Gang jedoch für sich entscheiden, dazu kamen noch ein gestellter Gang und zwei weitere Niederlagen. Simon Müller musste nur eine Niederlage hinnehmen. Neben dem Startsieg konnte er noch einen weiteren Sieg erzielen. Drei Gänge endeten gestellt. Jonas Bühler konnte ebenfalls noch einen zweiten Gang für sich entscheiden. Alle Fricktaler Schwinger schafften es in den Ausstich und konnten alle sechs Gänge absolvieren.
Saisonhöhepunkt ohne Fricktaler Beteiligung
Am ersten Samstag im September treffen sich die besten 60 Schwinger der Schweiz im zürcherischen Kilchberg zum 18. Kilchberger Schwinget. Zu diesem Anlass mit eidgenössischem Charakter werden acht Nordwestschweizer Schwinger am Start sein. Dies werden die sieben Eidgenossen Nick Alpiger, Joel Strebel, Andreas Döbeli, Adrian Odermatt, Lars Voggensperger, Marius Frank und Sinisha Lüscher sowie der Solothurner Teilverbandskranzer Jonas Glutz sein. Bei der hohen Zahl an Eidgenossen der Nordwestschweiz und den acht Startplätzen war von Beginn der Saison an klar, dass für einen Kranzschwinger die Chancen auf eine Selektion fast ausgeschlossen waren.

