Grosse Opern kommen aufs Schloss
27.01.2024 Rheinfelden«Rheinfelder Schlossfestspiele» auf Schloss Beuggen
Schloss Beuggen und die Opera Classica Europa zeigen vom 6. bis 8. Juni Puccinis «Tosca», Rossinis «Der Barbier von Sevilla» und Lehárs «Die Lustige Witwe». Das Schloss soll selbst ...
«Rheinfelder Schlossfestspiele» auf Schloss Beuggen
Schloss Beuggen und die Opera Classica Europa zeigen vom 6. bis 8. Juni Puccinis «Tosca», Rossinis «Der Barbier von Sevilla» und Lehárs «Die Lustige Witwe». Das Schloss soll selbst Kulisse der Freiluftaufführungen werden.
Boris Burkhardt
Schon am Abend der Vorstellung der Oper «Rigoletto» von Giuseppe Verdi vor rund 700 Zuschauern im vergangenen Juni hatte der umtriebige Basler Besitzer von Schloss Beuggen in Badisch-Rheinfelden, Alexander Schwabe, mehr für dieses Jahr angekündigt. Am Mittwoch offenbarte er nun, dass es vom 6. bis 8. Juni gleich drei Aufführungen auf der Freilichtbühne im Schlosshof geben wird: «Tosca» von Giacomo Puccini, «Der Barbier von Sevilla» von Gioachino Rossini und «Die lustige Witwe» von Franz Lehár, eventuell ergänzt durch eine Aufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte» für Kinder.
Zur Pressekonferenz, die in stilechter Atmosphäre im barocken Bagnato-Saal des Schlosses stattfand, hatte Schwabe mit der italienischen Konsulin in Freiburg im Breisgau, Francesca Toninato, und dem Dirigenten und Musikalischen Leiter der Opera Classica Europa, Hans Härle, illustre Gäste eingeladen, die massgeblich am Zustandekommen der Rheinfelder Schlossfestspiele 2024 beteiligt sind. Die Opera Classica Europa wurde 2004 vom deutsch-US-amerikanischen Tenor Michael Vaccaro gegründet und hat sich mit wechselnder Besetzung auf klassische Opern an historischen Spielstätten spezialisiert; sie inszenierte bereits die Aufführung im vergangenen Jahr.
Die Auswahl der Opern entspricht den Wünschen Schwabes, der Schloss Beuggen gemeinsam mit seiner Schweizer Frau Franziska Tanner leitet; «Der Barbier von Sevilla» bezeichnete er als seine Lieblingsoper. Dirigent Härle betonte die grosse Bandbreite an musikalischen Tönen und Emotionen, die diese drei Opern abdeckten: «Tosca» sei «die brutalste Oper, die es gibt»; der «Barbier» sei sehr heiter. Die «Lustige Witwe» sei als einer der bekanntesten Operetten für das «ganz breite Publikum» ins Repertoire aufgenommen worden: «Wir wissen von früheren Aufführungen, dass das Publikum bei der ‹Lustigen Witwe› tobt. Das wollen wir sehr gerne auch in Rheinfelden haben.»
Das italienische Konsulat in Freiburg im Breisgau übernimmt die Schirmherrschaft der «Schlossfestspiele». Konsulin Toninato betonte die engen Beziehungen zu Rheinfelden, der sechstgrössten Stadt in ihrem Zuständigkeitsbereich zwischen Konstanz und Offenburg. Die Schirmherrschaft der Festspiele auf Schloss Beuggen übernehme sie mit grosser Freude: «Die Aufführung der Opern von Puccini und Rossini sind eine wunderbare Möglichkeit, die italienische Sprache und Kultur mit einem so schönen Ort zu verbinden.»
Der «Canto lirico», betonte Toninato, sei ein «Botschafter für Italien» und weit mehr als Musik, sondern immer auch ein Ausdruck des Ortes, an dem er vorgetragen werde. Mit Stolz verwies sie darauf, dass die Italienische Oper erst im Dezember zum Immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt worden sei; ausserdem werde 2024 das 100. Todesjahr Puccinis gefeiert. Härle ergänzte zur Auswahl des dritten Stücks, dass der Österreich-Ungar Franz Lehár ein guter Freund Puccinis und ihm musikalisch sehr ähnlich gewesen sei. Als vierte Aufführung sei am 5. Juni «Die Zauberflöte» speziell für Kinder möglich, fügte Härle hinzu: Zur Finanzierung seien aber noch Sponsoren nötig.
Die Schlossfestspiele werden ausserdem unterstützt von der Stadt Badisch-Rheinfelden. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt freute sich sehr über den kulturellen Stellenwert, den Schloss Beuggen durch seine neuen Besitzer Schwabe und Tanner in den vergangenen vier Jahren gewonnen habe.
ticket@schloss-beuggen.de


