Die Denner-Filiale im Rheinfelder Roberstenquartier wird geschlossen. Unter den aktuellen Umständen sei ein Betrieb des Ladens nicht möglich. Diese Ankündigung sorgt für viele emotionale Reaktionen.
Valentin Zumsteg
Am Dienstag hat die NFZ bekannt gemacht, dass die Betreiber ...
Die Denner-Filiale im Rheinfelder Roberstenquartier wird geschlossen. Unter den aktuellen Umständen sei ein Betrieb des Ladens nicht möglich. Diese Ankündigung sorgt für viele emotionale Reaktionen.
Valentin Zumsteg
Am Dienstag hat die NFZ bekannt gemacht, dass die Betreiber des Denner-Ladens im Rheinfelder Roberstenquartier aufgeben und den Laden schliessen werden. Dies hat die Medienstelle des Discounters bestätigt. «Die Vorgaben der Behörden sowie die Bedürfnisse einzelner Anwohner können nicht länger erfüllt werden. Unter den gegebenen Umständen ist der Betrieb des Quartierladens nicht länger möglich», erklärte ein Denner-Sprecher gegenüber dieser Zeitung. Das genaue Datum der Schliessung stehe noch nicht fest.
«Seldwyla lässt grüssen»
Diese Nachricht sorgt im Quartier und in ganz Rheinfelden für Dutzende von Reaktionen. Es zeigt sich, wie beliebt der Laden ist und wie sehr das freundliche Personal geschätzt wird. «Für unser Quartier ein grosser Verlust», schreibt eine Bewohnerin des Robersten auf Social Media. «Nicht nur der Laden wird uns fehlen, sondern auch die lieben Menschen, die dort arbeiten», hält jemand anders fest. Viele Leute finden es «absolut unverständlich.» Jemand schreibt: «Seldwyla lässt grüssen».
Die Betreiber des Ladens sehen sich schon seit Jahren mit Beanstandungen von einigen Anwohnern konfrontiert. Dies führte zu juristischen Auseinandersetzungen. Dabei ging es vor allem um die Anlieferungszeiten, die stark reduziert werden mussten, die Zonenkonformität und die Parkierung. Der Sonntagsverkauf wurde bereits 2023 aufgegeben, ebenfalls wegen Kritik.
«Es ist traurig»
Auf der anderen Seite unterzeichneten über 1700 Leute eine Petition für den Erhalt des Ladens. Dazu schreibt jemand in den sozialen Medien: «Ich habe selber Unterschriften für den Erhalt dieses Geschäfts gesammelt und mich dafür eingesetzt, dass ein Stück Rheinfelder Geschichte erhalten bleibt. Leider hatte ich persönlich nie den Eindruck, dass sich die Stadt wirklich für den Erhalt dieses traditionsreichen Geschäfts eingesetzt hat. Von aussen wirkt es vielmehr so, als wäre dieser Kampf von Anfang an verloren gewesen.»
Ein anderer Votant fasst es so zusammen: «Es ist traurig, dass ein traditionsreicher, gut besuchter Quartierladen nach so vielen Jahren aufgeben soll. Vor allem, weil sich so viele Menschen für seinen Erhalt eingesetzt haben. Die Geschichte sollte uns zu denken geben: Wir sprechen ständig von lebendigen Quartieren, kurzen Wegen, Nachhaltigkeit und lokaler Versorgung. Aber wie viel sind uns diese Werte tatsächlich wert, wenn es darauf ankommt?»
Obwohl es derzeit nicht gut aussieht für die Zukunft des Ladens, hoffen viele Rheinfelderinnen und Rheinfelder, dass doch noch eine Lösung gefunden werden kann.