Gipf-Oberfrick: Hohe Überschreitungen
16.06.2026 Gipf-OberfrickLediglich 91 von 2646 Stimmberechtigten konnte Gemeindepräsidentin Verena Buol Lüscher zur Sommergemeindeversammlung begrüssen. Die wenigen Traktanden und keine umstrittenen Geschäfte waren sicher die Hauptgründe für die tiefe Beteiligung. Die Jahresrechnung 2025 ...
Lediglich 91 von 2646 Stimmberechtigten konnte Gemeindepräsidentin Verena Buol Lüscher zur Sommergemeindeversammlung begrüssen. Die wenigen Traktanden und keine umstrittenen Geschäfte waren sicher die Hauptgründe für die tiefe Beteiligung. Die Jahresrechnung 2025 fiel mit einem Ertragsüberschuss von 416 860 Franken positiv aus. Das Nettovermögen der Gemeinde beläuft sich auf 1,79 Millionen Franken. Die Finanzlage ist stabil.
Unter den Informationen wies Fi na n zgemei nderät i n Mon ica Consoni aber daraufhin, dass die finanziellen Aussichten angespannt sind. Weitere Investitionen für den Erhalt der Gemeindeinfrastruktur stehen an und die steigenden Ausgaben in den Bereichen Pflegefinanzierung und Soziales sind für alle Gemeinden belastend. Mit grosser Mehrheit stimmte der Souverän der Rechnung 2025 zu.
Enzbergstich und Dorfmitte teurer als geplant
Zwei Kreditabrechnungen standen zur Debatte, beide mit einer Überschreitung. Die Sanierung des Enzbergstichs belief sich auf 691 092 Franken und lag damit um 51 092 Franken höher als der beschlossene Kredit. Gründe für die Mehrkosten waren ein nicht geplantes Zufahrtsprovisorium sowie zusätzliche Massnahmen im Unterbaubereich. Trotz eines Zusatzkredits sind die Aufwertungen Dorfmitte nochmals teurer ausgefallen als prognostiziert. Die Gesamtkosten für die Massnahmen in vier verschiedenen Bereichen belaufen sich auf 681 803 Franken. Die Mehrkosten für die Gemeinde betragen 91 803 Franken. Gründe für die Überschreitung waren vor allem Mehrkosten bei der Rampe zu Pfarrhaus und Kirche sowie der Abbruch der bestehenden Trennmauer mit einem neuen Aufgang.
Die Stimmberechtigten anerkannten die Aufwertungen, kritisierten aber die hohe Überschreitung. Trotzdem wurden beide Kredite von der Versammlung genehmigt.
Vor wenigen Tagen hat der Regierungsrat die revidierte Nutzungsplanung genehmigt. An der Versammlung stimmte der Souverän auch dem neuen Gebührenreglement, das keine wesentliche Erhöhung vorsieht, zu. Zum Abschluss informierten alle Gemeinderäte über verschiedene Geschäfte in ihren Ressorts. Am anschliessenden Apéro genossen die Anwesenden den neuen Gipf-Oberfricker Gemeindewein. (mgt)
