Gemeinsame Vorstösse für die Trinationale S-Bahn Basel in vier Kantonen
12.01.2026 FricktalAuf Anregung der Grünen Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn werden in allen vier Kantonsparlamenten ähnlich lautende Vorstösse zur weiteren Entwicklung der S-Bahn in der Region Basel eingereicht. Im Fricktal werden sie von einer breiten Allianz von Grossrätinnen und Grossräten der Parteien GLP, Grüne, Die Mitte, SP und SVP mitgetragen.
Ziel ist, dass in naher Zukunft mehr Personen transportiert und gleichzeitig das Strassennetz entlastet werden kann. Dabei steht die bestmögliche Nutzung der bestehenden Infrastruktur im Vordergrund. Im Gegensatz zur langfristigen Perspektive mit der Durchmesserlinie geht es bei den Vorstössen um kurz- bis mittelfristige Angebotsverbesserungen im öffentlichen Verkehr. Insbesondere sollen diese beiden Themenbereiche vertieft geprüft werden.
Einführung von Doppelstockzügen
Die Regierungen werden beauftragt, die Beschaffung und den Einsatz von Doppelstockzügen, wie sie bereits seit Jahren auf anderen S-Bahnen in der Schweiz verkehren, zu prüfen. Doppelstockzüge können bei gleicher Zugslänge deutlich mehr Personen transportieren als die aktuell eingesetzten einstöckigen Züge, und sie haben sich in anderen Regionen der Schweiz und im Schnellzugverkehr bewährt.
Optimierung und Kapazitätserhöhung durch intelligente Lösungen
Die Regierungen BL, BS, AG werden zusätzlich beauftragt, den Einsatz von Flügelzügen zu prüfen. Flügelzüge werden aus zwei oder mehr Kompositionen gebildet, welche in Zentrumsnähe als ein Zug unterwegs sind und unterwegs getrennt werden und in verschiedene Richtungen weiterfahren. Zudem soll der Einsatz von Tangentialzügen geprüft werden, welche den Knoten und Sackbahnhof Basel SBB umfahren. Auch die direkte Verbindung Basel Badischer Bahnhof in Richtung Pratteln über die heute ausschliesslich von Güterzügen benutzen Geleise soll geprüft werden. Bei den Prüfungen sind die Auswirkungen auf den Schnellzug- und Güterverkehr sowie die Finanzierungsoptionen aufzuzeigen.
