«Gemeinsam singen hat etwas Magisches»
20.06.2026 Frick200 Jahre Kirchenchor St. Peter und Paul Frick: Jubiläumsgottesdienst am 28. Juni
Gefeiert wird mit 40 Sängerinnen und Sängern, einem ad hoc-Orchester, Mozart und einem kleinen Festakt. Die Predigt hält Markus Schulze, im Mai 1987 in Frick zum Priester geweiht. Chorleiter Simon Moesch ...
200 Jahre Kirchenchor St. Peter und Paul Frick: Jubiläumsgottesdienst am 28. Juni
Gefeiert wird mit 40 Sängerinnen und Sängern, einem ad hoc-Orchester, Mozart und einem kleinen Festakt. Die Predigt hält Markus Schulze, im Mai 1987 in Frick zum Priester geweiht. Chorleiter Simon Moesch blickt voller Vorfreude auf den Festsonntag.
Simone Rufli
«Gemeinsam singen hat etwas Magisches», sagt Simon Moesch. «Es schafft Gemeinschaft und – anders als im Mannschaftssport, wo es Sieger und Verlierer gibt
– ist bei einem Chor jeder Auftritt ein Erfolg.» Seit 1999 leitet und dirigiert er den aktuell rund zwanzig Sängerinnen und Sänger umfassenden Fricker Kirchenchor. Auch wenn er lange schon nicht mehr in Frick wohnt, mit seinem Heimatdorf und der katholischen Kirche St. Peter und Paul ist er eng verbunden. «Der Chor ist meine Verbindung zur Heimat», hat er sich im Dezember 2024 in der NFZ zitieren lassen. In diesen letzten Wochen vor dem grossen Fest ist er noch häufiger «daheim», sind die Proben im Rampart noch intensiver als sonst.
Am Anfang war die Frage: Konzert oder Gottesdienst? «Da unser Kerngeschäft die musikalische Mitgestaltung von sonn- und festtäglichen Gottesdiensten ist, haben wir uns relativ schnell für die Variante Gottesdienst entschieden», so Simon Moesch, Schulmusiker an der Bez Brugg. Unterstützt von zwanzig semiprofessionellen Sängerinnen und Sängern «seines» Brugger Vokalensembles «i cantuccini» und einem ad hoc-Orchester bestehend aus Oboen, Trompeten, Geigen, Bratschen, Fagott und Orgel (Charlotte Moor) werden am 28. Juni vier Werke von Mozart erklingen: Te Deum, Tantum ergo in D, Alma Dei creatoris, Missa in C (Piccolomini-Messe, früher Spaur-Messe genannt). «Die Stückwahl ist anspruchsvoll.»
Gegründet als Cäcilienverein
Gegründet wurde der Chor 1826 als Cäcilienverein, benannt wie viele andere Kirchenchöre damals nach der Schutzpatronin der Kirchenmusik. Belegt ist das Gründungsjahr mitten in der Romantik unter anderem durch einen Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1886, verfasst anlässlich einer Fahnenweihe. Waren zu Beginn auch Sängerinnen und Sänger aus Gipf-Oberfrick mit dabei, entstand bei der Gründung der Pfarrei Gipf-Oberfrick im Jahre 1953 auch dort ein eigener Kirchenchor.
Erst vor 25 Jahren, im Jahr 2001, legte der Fricker Chor seinen historischen Namen ab; aus dem Cäcilienverein Frick wurde der «Kirchenchor St. Peter und Paul Frick». Das Repertoire ist umfangreich und breit: Gregorianik, Barock, Klassik, Romantik und auch modernere Stücke.
Festakt mit Überraschung
Ist am 28. Juni der letzte Ton verklungen, sind Apéro und Geselligkeit genossen, wird nebst Erinnerungen noch etwas das Jubiläum überdauern. Was, das will Simon Moesch noch nicht verraten, nur so viel: «Wir freuen uns auf den kleinen Festakt.»
Der Jubiläumsgottesdienst am 28. Juni fällt zusammen mit dem Hochfest zu Ehren der namensgebenden Apostel Petrus und Paulus. Am 20. Juni findet noch einmal ein gemeinsamer Probentag statt – diesmal im Rampartsaal in Frick. Am 23. Juni stossen die Instrumentalisten dazu. Am Festsonntag wird – neben diversen anderen Delegationen befreundeter Vereine – auch eine Delegation aus der Partnergemeinde Frickingen zugegen sein. «Es ist uns eine besondere Freude und Ehre, dass der in Frick aufgewachsene Theologe Markus Schulze die Festpredigt halten wird.»
«Es kommt gut», sagt Simon Moesch beim Abschied. «Wir freuen uns und hoffen auf eine volle Kirche.»
Jubiläumsgottesdienst: Sonntag, 28. Juni, 10 Uhr, kath. Kirche St. Peter und Paul, Frick.

