Geballte Ladung Frauen-Power
20.02.2026 PersönlichSie stehen auf dem Feld diagonal gegenüber der Spielmacherin und beeindrucken mit Schlagkraft und cleveren Angriffsvarianten: Rebecca Frey, Vorstandsmitglied und mehrere Jahre als Trainerin im Jugendbereich im Einsatz, und Mia Lanthemann, die ihr Volleyballwissen aktuell noch ins U14-Team ...
Sie stehen auf dem Feld diagonal gegenüber der Spielmacherin und beeindrucken mit Schlagkraft und cleveren Angriffsvarianten: Rebecca Frey, Vorstandsmitglied und mehrere Jahre als Trainerin im Jugendbereich im Einsatz, und Mia Lanthemann, die ihr Volleyballwissen aktuell noch ins U14-Team von Volley Möhlin investiert.
Regula Rügge
Rebecca Frey ist ein Möhliner «Eigengewächs». Sie hat vor 13 Jahren mit dem Volleyballsport angefangen und alle Jugendstufen im Verein durchwandert. Sehr früh fiel sie den Trainerinnen durch ihr enormes Spielverständnis, ihre Sprungkraft und ausserordentliches Ballgefühl auf. Darum konnte sie in der Vergangenheit auf allen Positionen (Pass, Annahme-Aussen, Mittelblock, Libera und Diagonal) eingesetzt werden. «Als Diagonalspielerin schätze ich besonders die Vielfalt im Angriff», erklärt die 22-Jährige, die eine KV-Lehre in einem Reisebüro in Basel absolviert. «Ich kann sowohl im Vorder- als auch aus dem Hinterfeld angreifen, was mir viele Möglichkeiten gibt, den Punkt zu erzielen. Mit dieser Variabilität leiste ich einen wichtigen Beitrag im Angriff und übernehme in entscheidenden Momenten Verantwortung.»
Engagiert im Team und im Verein
Technisch herausfordernd ist für Rebecca Frey die Blockarbeit. Da sie meist der gegnerischen Annahme-Aussen-Spielerin gegenübersteht, muss ihre Positionierung sehr präzise sein. Das richtige Timing beim Absprung findet sie schwierig. Sie muss schnell erfassen, wann und wie die Angreiferin versucht, den Punkt zu machen. Wenn das Timing nicht stimmt, fehlt entweder die Höhe oder der Doppelblock mit ihrer Teamkollegin ist nicht geschlossen, was dann der Verteidigung Probleme macht. Aktuell arbeitet sie daran, im Block stabiler und konstanter zu werden. Seit über sechs Jahren engagiert sich die Möhlinerin zudem im Verein. Sie war Trainerin beim Team U11 und danach bei den U14-Mädchen. Mit dem Start ihrer Lehre musste sie ihr Amt aus zeitlichen Gründen leider abgeben. Neben drei Trainings pro Woche und einem Wettkampf jedes Wochenende lag das nicht mehr drin. Seit letztem Frühling ist sie aber Teil des Vorstandes. Sie betreut das Ressort Material und ist als «Jugend+Sport»- Coach im Einsatz.
Erste Saison als Diagonalspielerin
Mia Lanthemann ist die erste Saison Teil des 1. Liga-Teams von Volley Möhlin und wird nächste Woche 20 Jahre alt. Dieses Jahr schliesst sie die Matura am Gymnasium Liestal ab und startet dann ein Studium. Als Neunjährige hat sie beim VBC Münchenstein mit dem Volleyballsport angefangen. Ihr Talent fiel bald dem Trainerteam von Sm’Aesch Pfeffingen auf, das sie in sein Nachwuchsprogramm aufnahme. Gleichzeitig trainierte und spielte Mia Lanthemann im Regionalen Trainingszentrum Basel und konnte so auf verschiedenen Niveaus Erfahrungen sammeln.
An der Aufgabe der Diagonalspielerin gefällt ihr besonders, dass sie viel angreifen darf. Ausserdem ist es eine Position, die sie vorher noch nie gespielt hat. «Der Anfang war für mich schwierig», stellt die Trainerin des Möhliner U14-Teams fest. «Alles war neu und ich musste mich erst an die Aufgaben und Abläufe gewöhnen. Bisher spielte ich vor allem auf der Position Annahme-Aussen. Ich mag beide Positionen gleich gerne. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, würde ich die Position Diagonal wählen, weil dort der Fokus mehr auf dem Angriff liegt. Angreifen, das ist, was ich am liebsten mache!»
Am kommenden Samstag zeigen die beiden Diagonalangreiferinnen um 16 Uhr in der Steinlihalle gegen die Walliserinnen vom VBC Lalden ihr Können. Das Team von Trainerin Monique Lindemann freut sich auf lautstarke Unterstützung der Zuschauenden.

