Garten sucht grüne Daumen
08.05.2026 FricktalEin neues Dorfprojekt soll in Ittenthal starten
Aktuell zwei grosse Gärten hoffen in Ittenthal auf Menschen, die Lust haben, anzupacken, zu pflanzen und zu ernten – ganz ohne Pacht, einfach aus Freude am Tun. Ladengenossenschaftspräsident Peter Kalt kann sich für ...
Ein neues Dorfprojekt soll in Ittenthal starten
Aktuell zwei grosse Gärten hoffen in Ittenthal auf Menschen, die Lust haben, anzupacken, zu pflanzen und zu ernten – ganz ohne Pacht, einfach aus Freude am Tun. Ladengenossenschaftspräsident Peter Kalt kann sich für diese und künftig weitere Gärten gut eine Art Gartengemeinschaft vorstellen. Bisher blieben aber alle seine Aufrufe ungehört.
Susanne Hörth
«Es begann eigentlich mit einigen Hühnern. Weil sich deren Besitzerin im Spital befand, wurde ich angefragt, ob wir die Hühner im Garten der Frau betreuen könnten», erzählt Peter Kalt. Kontaktiert wurde er als Präsident der Ladengenossenschaft Ittenthal. Das kleine Dorf lädeli im Kaister Ortsteil Ittenthal ist weit mehr als nur eine Einkaufsmöglichkeit – es ist ein Treffpunkt. Das soziale Engagement, insbesondere für die ältere Bevölkerung, findet immer wieder auch ausserhalb der Ladenräumlichkeiten statt. Die Anfrage kam daher nicht von ungefähr. Für die eine oder die andere Hauseigentümerschaft wird die Pflege des Gartens im höheren Alter zu einer Last.
Für die Hühner konnte inzwischen ein neues Zuhause gefunden werden. Für den Garten hingegen gibt es bislang keine Lösung. Und um diesen – beziehungsweise mittlerweile um zwei Gärten – geht es. Die Eigentümer hoffen, dass durch einen Aufruf der Ladengenossenschaft Leute gefunden werden können, die bereit sind, die Gärten zu bewirtschaften. Gratis, einfach aus Freude daran, selbst Hand anzulegen, Gemüse und Blumen zu pf lanzen und später auch zu ernten. «Es geht weder um eine Pacht noch um eine auf Jahre festgelegte Nutzung. Vielmehr zählt das Jetzt und die nahe Zukunft», betont Peter Kalt. Zudem sei jetzt – die Eisheiligen gilt es noch abzuwarten – der ideale Zeitpunkt für den Start einer eigenen Pflanzaktion.
Gärten, die betreut werden möchten
«Ich wollte mit diesen und vielleicht künftig noch weiteren Gärten, die betreut werden wollen, ein Dorfprojekt machen», erzählt der Ittenthaler von seiner ersten Idee. Nach diversen direkten Kontakten, Informationen an der Generalversammlung der Ladengenossenschaft, Gesprächen mit Teilnehmenden des Senioren-Essens und anderen Gelegenheiten habe er bisher jedoch niemanden gefunden, der Lust, Zeit und Freude für ein solches Engagement mitbringt. «In der Stadt hätte man in 15 Minuten 30 Personen, die so einen Garten oder zumindest einen Teil davon übernehmen würden», sagt er. Ihm sei natürlich bewusst, dass hier auf dem Land viele selbst ein Haus mit Garten haben – und damit genug zu tun.
«Es wäre ja auch eine Idee, wenn sich ein paar Leute zusammentun würden, um gemeinsam einen Garten zu nutzen, zu pflegen und so die Arbeit untereinander aufzuteilen.» Eine Art Gartengemeinschaft schwebt Peter Kalt vor. «So müsste beispielsweise nicht jede oder jeder jeden Abend zum Bewässern vorbeigehen. Auch Ferien könnten so organisiert werden. Man hilft sich gegenseitig und ist nicht so angebunden, wie wenn man allein einen Garten betreibt.» Wichtig ist Peter Kalt zu betonen, dass der Garten nicht einfach zum Grillplatz für laute Feste werden soll, sondern effektiv zum Pflanzen und Ernten genutzt werden wird. Der aktuell angebotene Garten kann ohne Weiteres auf die doppelte Fläche vergrössert werden.
Bei Interesse darf man sich gerne bei Peter Kalt (Tel. 079 469 60 82) melden.

