SP-Nationalrätin Samira Marti als Gastrednerin
Einer Tradition entsprechend, trafen sich Vertretungen der linken Kräfte der beiden Rheinfelden zum Auftakt der 1. Maifeier auf dem Inseli. Umrahmt von den stimmungsvollen Klängen des Basler Sicherheitsorchesters begann der ...
SP-Nationalrätin Samira Marti als Gastrednerin
Einer Tradition entsprechend, trafen sich Vertretungen der linken Kräfte der beiden Rheinfelden zum Auftakt der 1. Maifeier auf dem Inseli. Umrahmt von den stimmungsvollen Klängen des Basler Sicherheitsorchesters begann der Anlass mit der Begrüssung durch Alessio Porriciello, dem zukünftigen Präsidenten der SP Bezirk Rheinfelden. In seiner Rede thematisierte er die Probleme, mit denen sich breite Kreise unserer Gesellschaft konfrontiert sehen; die schmerzhaft gestiegenen Krankenkassenprämien und Lebenshaltungskosten. Als Reaktion darauf rief er dazu auf, klare Kante zu zeigen, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern gemeinsam für ein faires Leben zu kämpfen.
Die Rheinfelder Stadtpräsidentin Claudia Rohrer knüpfte in ihrer Ansprache ans Motto des diesjährigen 1. Mai an: «Nein zur Abschottung - Jobs und Löhne verteidigen». Man sei Teil Europas und könne die eigene Infrastruktur schon lange nicht mehr ohne unsere Nachbarn erhalten. Katrin Distler vom Deutschen Gewerkschaftsbund beschrieb die ähnlich gelagerte Situation in Deutschland und stiess damit ins gleiche Horn: Die Probleme machen an den Grenzen nicht Halt und lassen sich nur international lösen.
Weitere Ansprachen
Dann machten sich die Teilnehmenden und das Orchester auf den kurzen Weg zur offiziellen Fricktaler Maifeier beim Roten Haus, wo sich schon einige Leute eingefunden hatten und weitere ständig dazustiessen. An Tischen sitzend erwarteten sie drei weitere Ansprachen. SP-Nationalrätin Samira Marti aus dem Baselland meinte, dass die Schweiz unter der inzwischen allgegenwärtigen Propaganda der SVP immer mehr Trumpsche Züge annehmen würde. Die Folge davon seien etwa zunehmende Fremdenfeindlichkeit und Benachteiligung der weniger verdienenden Bevölkerung. So stelle sich für viele die Frage, wie lange sie noch hierbleiben können oder wie lange sie sich das Wohnen noch leisten können. Solche Unsicherheit führe zur Überforderung und Erschöpfung vieler Menschen.
SP-Grossrätin Selena Rhinisperger aus Baden forderte eine Politik, die beim A rbeiten und beim Wohnen die Menschen und nicht Gewinne ins Zentrum stellt. Der dritte Redner, Timón Garcia, ein 22-jähriger Mediamatiker und SP-Mitglied, beschrieb auf sehr persönliche Art und Weise, wie ein Jugendlicher die gesellschaftlichen Herausforderungen erlebt und mit ihnen umgeht. Sein Fazit: Psych ische Gesundheit sei keine Privatsache und zähle mehr als blosse Leistung. (mgt)