Frick und seine Baustellen
18.02.2024 FrickUm 1900 lebten gerademal 937 Personen in Frick. Hundert Jahre später, zur Jahrtausendwende, waren es 4000 und nur gerade 13 Jahre später im Jahr 2013 wurde die 5000er-Marke geknackt. Heute fehlen weniger als 300 Personen bis Frick 6000 Menschen zählt. Ein Wachstum, das sich in ...
Um 1900 lebten gerademal 937 Personen in Frick. Hundert Jahre später, zur Jahrtausendwende, waren es 4000 und nur gerade 13 Jahre später im Jahr 2013 wurde die 5000er-Marke geknackt. Heute fehlen weniger als 300 Personen bis Frick 6000 Menschen zählt. Ein Wachstum, das sich in aktuell vier Grossbaustellen (im Bild die Überbauung Stöcklimatt) manifestiert. (sir)
Schaffe, schaffe, Häusle baue
Frick zementiert seine Stellung als Zentrumsgemeinde
Die Gemeinde Frick mag sich über so manche Zentrumslast und eine anhaltende finanzielle Schieflage beklagen, doch in punkto Attraktivität vermag ihr im oberen Fricktal so leicht keine andere Kommune das Wasser reichen.
Simone Rufli
Für Frick als Wohnort spricht vieles: die zentrale Lage mit Autobahnanschluss; die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr; der Bahnhof als wichtige regionale Verkehrsdrehscheibe; sämtliche schulischen Möglichkeiten bis zum Ende der Volksschule; gut ausgebaute Tagesstrukturen und Betreuungsangebote; eine Musikschule mit breitem Angebot; ein Frei- und ein Hallenbad; mehrere Fitness-Center; Restaurants, Cafés, ein Kino, Kulturlokale; Einkaufsmöglichkeiten zuhauf; ein Steuerfuss, dem es bis heute an abschreckender Wirkung fehlt – und ein wachsendes Angebot im Bereich der medizinischen Versorgung (vgl. NFZ vom 13.2.24 zum «Zentrum Frick»). Dazu eine Gemeindeverwaltung mit sämtlichen Fachabteilungen, Posten von Regional- und Kantonspolizei und die Stützpunktfeuerwehr. Mit anderen Worten: Frick bietet alles, was es zum Leben braucht. Dass diese Einschätzung keine Übertreibung ist, zeigt die anhaltende Bautätigkeit.
In der Lammet (hinter dem Bahnhof in Richtung Oeschgen gelegen) entstehen gerade 133 Wohneinheiten. Zwischen Kaisterbergstrasse und Sonnhaldensteig liegt die Überbauung «Sonnenhöfli», wo an 21 Wohnungen gebaut wird. 82 weitere Wohnungen entstehen wenige hundert Meter davon entfernt im Winkel Widengasse/Stöcklimattstrasse und in der Zwidellen warten 10 Wohneinheiten auf den Einzug der neuen Bewohnerinnen und Bewohner (ab Mitte März).
Das allein sind zusammengezählt 246 Wohneinheiten, wobei man davon ausgehen darf, dass pro Einheit mehr als eine Person einziehen wird. Nimmt man die Überbauung «Blaie» hinzu –die Gemeinde hat die Baubewilligung im Dezember 2023 erteilt – so entstehen zwischen Dammstrasse/Blaieweg und Schulstrasse in den nächsten Jahren weitere 128 Wohnungen sowie mehrere Gewerberäume. Rechnet man die bezugsbereiten, im Bau befindlichen und die bewilligten Wohneinheiten zusammen, ergibt das die stattliche Zahl von 374 neuen Wohneinheiten.
Wachstum spült Geld in die Gemeindekasse, kostet umgekehrt aber auch Geld, wenn die Infrastruktur angepasst werden muss. In diesem Spannungsfeld wird sich Frick weiterbewegen. Im Jahr 2000 lebten in der Gemeinde 4000 Einwohnerinnen und Einwohner, 13 Jahre später waren es bereits über 5000. Am 1. Januar 2024 zählte die Zentrumsgemeinde 5737 Einwohnerinnen und Einwohner und mit jedem fertiggestellten Bau rückt die 6000er-Marke näher.
«Schaffe, schaffe, Häusle baue», heisst es im Schlager von Ralf Bendix aus dem Jahr 1964 und wer den Refrain kennt, kann sich leicht ausmalen, wie es in Frick in nächster Zukunft weitergeht: «Und wenn unser Häusle steht, dann gibt’s noch keine Ruh’.»




