Jedes Jahr vor Beginn der Schiesssaison wird das Schützenhaus Sulz sowie der Scheibenstand auf Vordermann gebracht. Werner Stäuble und Gerhard Ehresheim haben das nötige Know-how, um die Arbeiten, vor allem an den Scheiben, fachmännisch zu erledigen, um für die ...
Jedes Jahr vor Beginn der Schiesssaison wird das Schützenhaus Sulz sowie der Scheibenstand auf Vordermann gebracht. Werner Stäuble und Gerhard Ehresheim haben das nötige Know-how, um die Arbeiten, vor allem an den Scheiben, fachmännisch zu erledigen, um für die bevorstehende Schiesssaison bereit zu sein.
Ludwig Dünner
Jahrzehnte ist es her, dass in den Scheibenständen der Schiessanlagen die Treffer noch von Hand gezeigt wurden. Im Jahre 1989 wurde auf der 300-Meter-Anlage in Obersulz eine elektronische Trefferanzeige eingebaut, welche dann im Jahre 2009 altershalber ersetzt wurde. Die heutigen Anlagen sind sehr präzise, das heisst jedoch auch, dass sie ständig fachgerecht unterhalten werden müssen. Der Unterhalt von Schützenhaus und Scheibenstand, welche der Stadt Laufenburg gehören, erledigen die Talschützen Sulz zum grössten Teil in Fronarbeit.
Seit Jahrzehnten im Einsatz
Die Koordination des Unterhaltes der 300-Meter-Schiesslange in Obersulz obliegt der vierköpfigen Betriebskommission des Schützenhauses, welche aus den eigenen Reihen der rund 70 Mitglieder gestellt wird. Präsidiert wird die Kommission durch Werner Stäuble. Wer mit dem Schiesssport im Aargau oder im Fricktal zu tun hatte oder hat, dem wird der Name ein Begriff sein. Stäuble setzt sich seit über einem halben Jahrhundert für den Schiesssport sowie die Sulzer Schützen ein. So hat er sich auch nach seinen jahrzehntelangen Präsidial- und Vorstandstätigkeiten nicht zur Ruhe gesetzt. Werner Stäuble ist seit 2007 für den Unterhalt der Schiessanlage Sulz verantwortlich. Seit 2019 wird er durch Gerhard Ehresheim unterstützt. Der ebenfalls begeisterte Schütze, welcher in Mönthal wohnt, ist seit Jahrzehnten bestens bekannt bei den Sulzer Schützen. Die beiden Pensionäre kümmern sich jedes Jahr im Frühling um die Instandsetzung der Schiessanlage. «Alles wieder auf Vordermann zu bringen, bedarf etwa eine Woche Arbeit», so Werner Stäuble. «Wir erledigen so manches ehrenamtlich in Fronarbeit» ergänzt er.
Nicht nur Abstauben und Wischen
Der Frühjahrsputz in der Schiessanlage Sulz braucht viel technisches Verständnis, da die ganze Trefferanlage gewartet werden muss. So weiss Werner Stäuble genau, auf was zu achten ist, wenn zum Beispiel die Scheiben neu bezogen werden. Er weiss auch genau, was entscheidend ist, damit die Trefferanzeige ohne Ausfälle richtig funktioniert. Neben den Tätigkeiten an der technischen Anlage gehört auch das Mähen des Grases um den Scheibenstand sowie das Schneiden der Sträucher zu ihren Aufgaben. Ebenso wichtig ist das Warten und Leeren der Kugelfänge, werden doch im Jahr rund 18 000 Schuss verschossen. Werner Stäuble und Gerhard Ehresheim möchten Ende Jahr in den Ruhestand gehen und ihre Aufgabe Jüngeren übergeben. So haben bereits in diesem Frühling Walter Rüede und Toni Weiss mitgeholfen.
Talschiessen steht bevor
Nachdem alles rund ums Schützenhaus und den Scheibenstand auf Vordermann gebracht wurde, sollte für das kommende Talschiessen die Anlage einwandfrei funktionieren. Zum neunten Mal wird der im zwei Jahresturnus wiederkehrende Schiessanlass durchgeführt. An den kommenden beiden Wochenenden werden rund 500 Schützen auf der Sulzer Anlage erwartet, welche sich beim bereits traditionellen Wettkampf messen werden.