Gedanken an die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana und ihre Familien, die Ehrung erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler sowie die Schlüsselübergabe an die zwei neuen Gemeinderäte von Mettauertal standen im Zentrum des ersten offiziellen Anlasses der Gemeinde im Jahr ...
Gedanken an die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana und ihre Familien, die Ehrung erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler sowie die Schlüsselübergabe an die zwei neuen Gemeinderäte von Mettauertal standen im Zentrum des ersten offiziellen Anlasses der Gemeinde im Jahr 2026.
Bernadette Zaniolo
Gleich zu Beginn seiner Neujahrsansprache machte der Gemeindepräsident von Mettauertal, Christian Kramer, klar: «Heute bin ich nicht in feierlicher Stimmung». Er erinnerte an die Tragödie in Crans-Montana. Als Zeichen der Solidarität mit den Toten, mit den Verletzten und mit ihren Familien hielten die Gäste einen Moment still inne. «Für uns geht es weiter, ob wir wollen oder nicht. Und darum ist es auch gut, dass wir zusammenkommen, wir bei uns in den Dörfern, da, wo wir wohnen und leben und einander kennen», fuhr der Gemeindepräsident fort. Er wünschte fürs 2026 Glück, Gesundheit und viel Gefreutes und «auch die nötige Kraft, die schmerzlichen Seiten des Lebens zu ertragen».
Die scheidenden Gemeinderäte Elisabeth Keller und Thomas Senn übergaben ihre Schlüssel an die neugewählten Daniel Adler und Bruno Tütsch. Mit einer humorvollen Einlage und einem symbolischen Geschenk (Helm/Holz) zeigte Thomas Senn seinem Ressort-Nachfolger, was es in diesem Amt braucht und welche Aufgaben auf ihn zukommen. Dies konnte der neue Vorsteher Soziales nicht so im Raum stehen lassen. «Im Sozialbereich wird auch gearbeitet», stellte er klar, dies, weil ihm seine Ressort-Vorgängerin den Schlüssel zusammen mit einer Flasche Wein überreicht hatte.
Europa- und andere Meister geehrt
Am Neujahrsanlass der Gemeinde Mettauertal werden jeweils auch Personen für ihre sportlichen oder anderen aussergewöhnlicher Leistungen geehrt. In diesem Jahr waren dies Dominique Barassi (Ortsteil Wil) als Schweizermeisterin im Bowling-Doppel Seniorinnen; Fiona Kitanovic (Wil), Aargauer Meisterin U21 im Dreistellungsmatch bei den 50-Meter-Gewehrschützen; Nina Staudacher, Hottwil, Vize-Aargauermeisterin U21, ebenfalls im Dreistellungsmatch bei den 50-Meter-Gewehrschützen; Karin Zumsteg für die erfolgreiche Verteidigung des Schweizermeistertitels im Steinstossen 4 Kilogramm-Stein (mit neuem Schweizer Rekord von 12,67 m). Zumsteg wurde 2025 auch dreifache Aargauer Meisterin in den Kategorien 4 kg, 6 kg, und 12,5 kg und sie holte sich auch den Sieg am Eidgenössischen Turnfest.
Bei den Para-Badminton-Aktiven Luca und Ilaria Olgiati (Hottwil), die im Nationalkader sind, weiss man, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Luca Olgiati holte sich an der EM in Istanbul im Oktober Gold im Doppel und Silber im Einzel. Ilaria Olgiati kehrte von der EM gleich mit drei Goldmedaillen (Doppel/Mixed/Einzel) heim. Dazu kommt, dass der Internationale Badminton Verband BWF sie am 15. Dezember für ihre herausragende Saison und ihre Leistungen zur «Spielerin des Jahres» ausgezeichnet hat. «Auch dieser Award ist eine grossartige Würdigung für ihre Leistungen auf Weltniveau», freute sich Gemeindepräsident Christian Kramer.
Der von Karin Zumsteg geleitete Kinderchor verlieh dem Anlass den passenden Rahmen. Passend auch die Lieder mit dem Schnee, der über Nacht – fast wie bestellt – kam. Für den Apéro zeichnete der Verein Nordic Walking Mettauertal verantwortlich.